Aufräumen
Jiří Kylián, Sie haben für drei Jahre die Aufführungsrechte für Ihre Werke zurückgezogen, soweit sie das Nederlands Dans Theater betreffen. Was bezwecken Sie mit dem Moratorium, das ja letztlich auch etwas von einer Zwangsmaßnahme hat?
Es ist ein vielschichtiger Entschluss. Zunächst einmal: Das Nederlands Dans Theater wurde nicht zuletzt deshalb ins Leben gerufen, um mehreren Choreografen Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Hier sollten sie ihre Kreativität erproben, sich als Choreografen finden können. So jedenfalls der Gründungsimpuls 1959.
Das NDT war nie auf einen Einzelnen fixiert?
Nicht wirklich. Es gab ganz zwangsläufig Perioden, in denen es sich konzentriert hat auf eine Person oder auch zwei. Ich jedenfalls wollte immer das NDT als Plattform unterschiedlichster Choreografen-Persönlichkeiten erhalten. In den 24 Jahren meiner Direktion habe ich mehr als 70 Choreografen nach Holland eingeladen – meiner Meinung nach die allerbesten, die ich seinerzeit finden konnte: William Forsythe beispielsweise, der erst danach in Frankfurt seinen Durchbruch feierte. Mats Ek tanzte hier mit seiner Frau Ana Laguna, bevor er zu einer internationalen Berühmtheit wurde. Ohad Naharin holte ich ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: den haag: jiří kylián, Seite 14
von Hartmut Regitz
Erstaunlich, dass Intendant Manuel Schöbel an den Landesbühnen Sachsen nach dem Weggang von Rainer Feistel, dessen Handlungsballette eine sichere Bank im Spielplan waren, die Chance nutzte für einen völligen Neuanfang. Noch erstaunlicher, dass es keinerlei Diskussionen um den Bestand der Tanzsparte gab, obwohl an diesem Theater gerade im Bereich der Musik etliche...
In «New Monster» schälen sich aus drei obskuren Gestalten erst ganz allmählich erkennbare Figuren heraus: Mann, Fee und Monster. Die drei Tänzer – Young-Ho Kwon, Soo-Hyun Hwang und die Choreografin Jee-Ae Lim – performen ein und dieselbe, 15- bis 20-minütige Sequenz im Ganzen dreimal. Beim ersten Mal tragen sie weiße Hemden und Shorts. Man ahnt: Der Mann jagt das...
Sie sind noch nicht ganz trocken hinter den Ohren, und deswegen ist die Solo-Therme in Otterndorf wie geschaffen für die acht Youngsters des Bundesjugendballetts. Warum nicht mal in einem leergepumpten Schwimmbecken tanzen? Noch dazu, wenn man die einmalige Bühne damit zu einem «Ausgezeichneten Ort im Land der Ideen» machen kann und dafür auch noch einen Preis...
