Auditions, Workshops, Wettbewerbe, Ausschreibungen April 2017
Gastspielförderung: Tanzland
Die Kulturstiftung des Bundes legt ein neues Tanzförderprogramm auf: Feste und freie Kompanien sollen sich auf jeweils drei Jahre mit einem der 375 Häuser zusammentun, die hierzulande als reine Gastspielbetriebe firmieren. «Tanzland» heißt das Projekt, unterstützt werden Antragsteller mit maximal 100 000 Euro für die Kunst und noch einmal 20 000 Euro für Vermittlungsformate.
Ziel der Initiative ist es, Tanz in die Fläche zu bringen und dafür zu sorgen, dass er auch in Spielstätten Einzug hält, die ihr Publikum bislang mit Lesungen oder Musicals beglücken. Im Etat der Kulturstiftung sind bis 2021 rund zwei Millionen für «Tanzland» eingeplant – bei Erfolg ist Verlängerung möglich. Die erste Antragsfrist endet am 8. Mai, ein zweiter Termin ist angedacht, Info unter www.tanzland.org.
Ausschreibungen
Das Goethe-Institut hat für die Jahre 2016 bis 2018 einen «Internationalen Koproduktionsfonds» (IKF) aufgelegt, um kollaborative Arbeitsprozesse im internationalen Kulturaustausch anzuregen. Gefördert werden Koproduktionen in den Bereichen Theater, Tanz, Musik und Performance.
Bewerbungsschluss für 2017: 30. April
Bewerbungsschluss für 2018: 30. Okt. 2017 und 30. ...
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Tanz April 2017
Rubrik: Praxis, Seite 73
von Red.
Es schneit große Flocken. Die Tänzer bilden zwei Gruppen, jeweils in Pyramidenformation. Beginnen eine wilde Schneeballschlacht. Ein impressionistisch flirrendes Bild, dazwischen Videoprojektionen der Geschwister Paul und Elisabeth. Der Regisseur und Choreograf Yuki Mori hat für Philip Glass’ Tanzoper «Les Enfants terribles» nach dem Roman von Jean Cocteau ein...
Der Körper ist das bevorzugte Tool der Selbstoptimierung, quasi ein letztes Refugium dessen, was sich noch wirklich nach dem eigenen Willen formen lässt. Der artikuliert sich hier in Muskelmasse-Modulationen und Körper-Modifikationen. Optimierung und Ästhetisierung, Leistung und Stilisierung: Bodybuilding ist eine Körperkunst, die konsequent die Ausformulierung des...
Was für eine Unternehmung! «Faust II», der in der Theaterwelt schon als unspielbar gilt und für dessen Inszenierung Regisseure regelmäßig Prügel beziehen – ausgerechnet «Faust II» also als Ballett? Eine verrückte Idee. Verrückter noch, als Tolstois «Krieg und Frieden» oder Thomas Manns «Zauberberg» auf die Tanzbühne zu schubsen. Beides hat Dortmunds Ballettdirektor...
