Audition
Goyo Montero, gerade läuft eine Audition am Staatsballett Nürnberg. Wie viele Tänzer haben sich beworben? Knapp 300 haben uns geschrieben, 100 habe ich eingeladen. Das bedeutet, wir haben für zwei Positionen fast 300 Videos gesichtet und die Lebensläufe gelesen, um zu sehen, ob diese Leute für unsere Kompanie funktionieren könnten.
Was machen die 200 Leute falsch, die nicht eingeladen wurden? Sie haben die Ausschreibung nicht richtig gelesen.
Sie sollten ausreichend Erfahrung besitzen und schon zwei Jahre lang in einer Kompanie getanzt haben. Überdies erwartet sie ein Vertrag in einer zeitgenössischen Kompanie. Da nützt es nichts, wenn sie nur klassische Variationen anbieten, auch wenn eine klassische Ausbildung bei uns Voraussetzung ist.
Was genau verrät ein Videoclip? Meist sind es kleine Ausschnitte aus dem Repertoire der Bewerber oder eine Studio-Improvisation. Man ahnt so ihre Beweglichkeit und Persönlichkeit. Das ist besser als früher, als es nur ein Foto und den Lebenslauf gab. Das war ein totales Glücksspiel. Heute schicken Interessierte einen Vimeo- oder YouTube-Link mit Passwort. Aber manchmal täuscht man sich auch hier. Es gibt Leute mit Videos, die wenig überzeugen, ...
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Tanz Februar 2017
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Arnd Wesemann
Amsterdam
Made in Amsterdam 1 & 2
Ted Brandsen, Chef von Het Nationale Ballet, hat sich was vorgenommen: Er will nicht nur seine Kompanie, sondern das Ballett in die Zukunft pushen. Dafür sorgt er mit einem prominent besetzten Symposion, das von zwei Bühnenprogrammen flankiert wird. «Made in Amsterdam 1» vereint Schlüsselwerke wie Hans van Manens «Frank Bridge...
Deutschland
On tour
«Best of Rock the Ballet» mit Rasta Thomas’ Bad Boys of Dance: Hannover, Theater am Aegi, 2. Febr.; Lippstadt, 3. Febr.; Bremen, Musical Theater, 5. Febr.; rock-the-ballet.de
«piano piano» Acht Tänzerinnen und Tänzer aus drei Tanzensembles, K. Kvarnström & Co, Andersson Dance und Zero Visibility Corp., bewegen sich zur Musik von Franz...
Beim «Reigen seliger Geister» in Christoph Willibald Glucks Oper «Orfeo ed Euridice» scheiden sich die choreografischen Geister. Die einen geben der Musik nach und schwelgen im Elysium. Die andern setzen eine minimale Bewegungssprache dagegen, so etwa Joachim Schlömer in den 1990er-Jahren in Basel, wo die Liebe zwar im Gesang siegte, nicht aber im Tanz. Dritte...
