interface
erhielt 2014 für ihr Stück «Teruel» den Publikumspreis des Off-Festivals von Avignon. Die Kompanie aus Sion in der Schweiz verwirklicht konsequent ein Konzept, mit dem sie vor 25 Jahren begann. Finanziell unabhängig und als Stiftung organisiert, wagt die Truppe immer komplexere Projekte, besitzt ein eigenes Theater, vernetzt sich lokal wie global und verteidigt ihre Freiheit erfolgreich. Eine Utopie? Interface, gegründet und geleitet von Géraldine Lonfat und André Pignat, hat ein Repertoire von inzwischen sechs Stücken aufgebaut, die zwei- bis vierhundertmal aufgeführt werden.
Inzwischen helfen dreißig Unternehmen oder Privatpersonen, Projekte zu finanzieren. Auch staatliche Subventionen fließen. Zu Beginn hatte Interface diese Förderung bewusst abgelehnt, aus Angst vor der Abhängigkeit von einer einzigen oder stark dominanten Geldquelle. Aus einer starken Position heraus entwickelt man heute ein Konzept der ethischen Verantwortung, das für die Kompanie selbst und ihre Förderer gilt. Es lautet: Was immer wir tun, es muss positive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. In langfristigen Partnerschaften arbeitet Interface mit Unternehmen, die nicht nur Geld verdienen, sondern ...
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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 166
von Thomas Hahn
Nicht, dass man Lea Moro nach zwei Arbeiten als Expertin für die zeitgenössische Interpretation klassischer Kompositionen einführen möchte. Und doch hat sie sich hier profiliert. Da wäre die «Sacre»-Version der damaligen Berliner HZT-Studierenden: Zur Jubiläumskonferenz 2013 erdachte sie das monumentalische Gruppenstück als Solo. Ein Körper als Ensemble: Moro...
Zum ersten Mal sah ich Vanesa Aibar 2012 in Madrid bei der 21. Spanish Dance and Flamenco Choreography Competition in ihrem Solo «Era Silencio» tanzen. Alljährlich scheint es bei diesem Wettbewerb ein oder zwei Teilnehmer zu geben, die die restlichen Kandidaten überstrahlen. Diesmal war das in meinen Augen ganz klar: Vanesa Aibar. Und zwar nicht nur wegen ihrer...
Wird sie die neue «Divina ballerina» Italiens? Auf jeden Fall ist sie eine Tänzerin, die zielstrebig und mit Bedacht ihren künstlerischen Weg verfolgt. Schon im Alter von zwölf Jahren bricht Nicoletta Manni aus ihrer apulischen Heimatstadt Galatina nach Mailand auf, um an der Ballett-Akademie der Scala hart an sich zu arbeiten und ihre Stärken zu entdecken:...
