nicoletta manni
Wird sie die neue «Divina ballerina» Italiens? Auf jeden Fall ist sie eine Tänzerin, die zielstrebig und mit Bedacht ihren künstlerischen Weg verfolgt. Schon im Alter von zwölf Jahren bricht Nicoletta Manni aus ihrer apulischen Heimatstadt Galatina nach Mailand auf, um an der Ballett-Akademie der Scala hart an sich zu arbeiten und ihre Stärken zu entdecken: Beharrlichkeit und einen eisernen Willen.
Mit 17 macht sie ihren Abschluss, unterschreibt einen Vertrag bei Vladimir Malakhov und kommt ans Berliner Staatsballett: «Eine einmalige Erfahrung, da ich viel eingesetzt wurde», wie sie sich erinnert. Drei Jahre später erhält sie von Makhar Vaziev den Ruf zurück an die Scala und steht dank ihrer grazilen Schönheit, ihrer elegant-weichen Armführung und ihrer technischen Versiertheit augenblicklich im Rampenlicht. Im April 2014 vertraut ihr Vaziev die Rolle der Odette/Odile in «Schwanensee» an.
Der erste große Schritt an die Spitze der Balletthierarchie glückt, denn schon drei Monate später wird sie mit 23 Jahren zur Ersten Solis-tin des Scala-Balletts gekürt. Schlag auf Schlag folgen nun die großen Partien: Kitri, Julia, führende Rollen in Balanchines «Jewels», schließlich Giselle und ...
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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 168
von Silvia Poletti
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