Der direkte Weg zu tanz – Vorschau auf kommende Ausgaben
im mai: volkstanzen_________
Ein Experiment. Vier Künstlerinnen des zeitgenössischen Tanzes stoßen auf eine begeisterte Menge von Volkstänzern. Diesen geht es vor allem um das Erleben von Gemeinschaft: Hände fassen, sich in die Augen schauen, zusammen tanzen. Bodenständig, unkompliziert, ohne Tracht und Stildünkel, ohne Kunstwollen und intellektuelle Reflexion. Dem negativen Beigeschmack deutscher Volkstanzkultur weichen die zeitgenössischen Folkloristen aus, indem sie heute bretonisch, morgen irisch tanzen.
Die Schritte, bestätigen Kenner, sind überall in Europa längst dieselben.
im juni: grenzgänger_________
Geografisch ist die Ukraine die Pufferzone der unerledigten Ost-West-Beziehungen. In Europas größtem Flächenland wurde Vladimir Malakhov geboren, der im Juni seinen Abschied vom Staatsballett Berlin feiert. Auch der Russe Alexei Ratmansky wuchs in Kiew auf und zählt heute zu den meist gefragten Choreografen zwischen Moskau und New York. Beide halten sich auf Distanz zur Heimat: Malakhov reist als Berater weiter zum Tokyo Ballet. Ratmansky bleibt konsequent der Globetrotter einer Kunstform, die sich schon immer lieber als global verstanden hat.
______ der direkte weg zu ...
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Tanz April 2014
Rubrik: impressum, Seite 80
von
ganz gewaltig – nicht nur auf die Krim. Ihre Renitenz ist besonders gut zu studieren auf einem kurzen Video aus dem Jahr 2007, das gerade wieder durchs Internet strömt. Es zeigt den britischen Choreografen Christopher Wheeldon (Seite 18), der am Moskauer Bolshoi den «Hamlet» zu choreografieren versucht. Nikolai Tsiskaridze soll die Titelrolle tanzen und genießt es,...
Frischer Wind kann nicht schaden, und davon gibt es im «Programma B» des Nederlands Dans Theater 2 am Ende mehr als genug. «B.R.I.S.A.» nennt Johan Inger seine neueste Choreografie, und wenn der Titel letztlich für Begriffe wie «Behold», «Raw», «Impossibility», «Sings» und «Ahead» stehen mag, weckt er zugleich auch die Vorstellung einer steifen Brise, der sich die...
newcomer_________
catarina miranda
Ein Fleisch gewordenes Zittern – wörtlich kann man dieses faunische Werk, «RAM MAN / The Quiver made of Flesh», kaum übersetzen. Da zittert das tierische Fell, ein schlafender Widder, der unglücklich träumt. Catarina Miranda, die sich unter dem Fell verbirgt, taucht mit dem Zitat des Tierischen hinab in die drei...
