freiheit
Zahlreiche, meist sehr freundliche Nachrufe sind zum Jahreswechsel auf den «Tanzplan Deutschland» erschienen. Bei vielen lösen sie ein gewisses Bedauern aus: «O Gott, wo geht er denn nun hin, der zeitgenössische Tanz?» Gegenstimmen gibt es auch. Sie freuen sich, jetzt sei es mal gut mit einem Tanzprogramm, bei dem sich komplizierte Bürokratien kommunaler und staatlicher Fiskalverteiler zusammensetzen müssen, nur um Künstlern überhaupt die Freiheit zur Kunst schenken zu können. Ist Freiheit so kompliziert? Tja, es scheint so.
Manchmal hat man aber auch Glück.
Dann trifft man auf eine wirklich andere Meinung. Sie geht so: Jede Politik neige dazu, immer nur diejenige Kunst zu tolerieren, die ihren eigenen Interessen diene. Diese Ansicht vertritt die Choreografin Amy Rahman aus Bangladesch.
Das mag weit weg sein, auch wenn Bangladesch, eine Abspaltung von Indien, die Bengalen derart in Ost und West teilt wie einst die Deutschen. In diesem Land setzt man wie die meisten Nationen auf identitätsstiftende Kunst, die man wie überall «Klassik» nennt. Hier wie da steckt(e) das nation building hinter den ursprünglichen Absichten der Kulturförderung, um wahlweise Identität zu behaupten und zu ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Februar 2011
Rubrik: praxis, Seite 64
von Arnd Wesemann
...darf sich freuen. Sie hat ein zweites Baby in die Welt gesetzt, wenn auch kein so großes wie einst, in den Achtzigern, das Bayerische Staatsballett. Diesmal ist es sozusagen das Baby des Babys: eine Juniorkompanie, die getragen wird vom Bayerischen Staatsballett, der Heinz-Bosl-Stiftung – deren Vorstandsvorsitzende die frühere Staatsballett-Direktorin weiterhin...
Das «White Bouncy Castle», bekannt als schneeweiße Hüpfburg, die William Forsythe zusammen mit Dana Caspersen 1997 für Londons Artangel schuf, haben mittlerweile Tausende besprungen. Auf Luftkissen zugleich die Balance zu halten und zu tanzen, das tut weh. Der New Yorker Kunststudent Andros Zins-Browne, den es an die Brüsseler Schule P.A.R.T.S. verschlug, hat...
In Köln finden im Studio 11 von Caroline Simon zwei Workshops statt: von Angus Balbernie («shaping now and then again questioning it again, a bit later on», 12. Febr.) und von Andrew Morrish («movement, voice and imagination», 13. Febr.).
carolinesimon.com
In Dresden gibt die brasilianische Choreografin Lia Rodrigues Unterricht anlässlich ihrer Werkschau im...
