Cirque Du Soleil

Zirkus muss kolossal sein wie das Colosseum in Rom. Gigantomanie, insbesondere, was die Zuschauerzahlen angeht, war seit jeher sein Ehrgeiz.

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Vor über einem Jahrhundert erschuf der legendäre Phineas Taylor Barnum die «Greatest Show on Earth». Sein fünfmanegiger Zirkus zog mit einer Mischung aus Tier-Nummern, verwegener Akrobatik und den ausgefallensten Kuriositäten das Publikum in Scharen an. Diese Tradition ist immer noch lebendig. In den 1980ern stieß der Cirque du Soleil und mit ihm eine völlig neue Auffassung von Zirkus in dieselbe Kerbe. Mal abgesehen von dem frischen Wind, den die Frankokanadier durch die alten Zelte bliesen, haben sie es auch geschafft, aus dem Gauklergewerbe ein hoch profitables Unternehmen zu machen.



Angefangen hat die Geschichte im malerisch ländlichen Hinterland von Quebec mit einer Gruppe junger Straßenartisten. Die gründeten die Stelzengängertruppe Échassiers de Baie-Saint-Paul und amüsierten die Passanten mit ihren waghalsigen Kunststückchen. 1984 gründeten sie den «Sonnenzirkus» und beschlossen, alle Aktivitäten unter einem Dach zu organisieren. Gilles Ste-Croix, ein Mitglied der Originaltruppe, der als künstlerischer Direktor fungierte und jetzt Vize-Präsident für «Creative Content» ist, erinnert sich: «Wir haben im Wesentlichen die gleichen Sachen gemacht wie auf der Straße – nah dran und ...

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Tanz Dezember 2008
Rubrik: Zirkus der Tänzer, Seite 20
von Philip Szporer

Vergriffen
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Eine geniale Idee

Joint Adventures in München riefen auf, in nur 60 Sekunden, im Format des Werbeclips, ein «Choreographic Capture» zu filmen. Derzeit zeigen viele Kinos die Gewinner in ihrem Reklameblock. Man sieht den 1. Preis: Anna Dubrovkas «Rush». Ein paar Männer toben im Büro, wie von Lloyd Newson mit seiner DV8 in den 1980ern gefilmt. 2. Preis: Philippe Saire zeigt  einen...

Zurück auf Null

Jetzt mal ganz grundsätzlich: Was will die Tanzkunst eigentlich sagen? Ist da nicht mitunter ein Brabbeln und Lallen am Werk? Dramaturgische Patschehändchen und zahnlose Mäulchen? Beglücktes Juchzen über Minieffekte und mittleres Geschrei, um Aufmerksamkeit zu kriegen? Mund auf, Augen zu, Hoppe Hoppe Reiter. Und bloß nicht den Schnuller vergessen!

Wenn Choreografen...

Steptext Dance Project: «Darkland»

Der Soundtrack fasst das Thema des Abends in eine berührende Melodie. Didos berühmtes Klagelied aus Purcells Oper gießt den Schrecken über den Verlust des Geliebten und den nahen Tod in die Schönheit des Klangs.
In der Bremer Schwankhalle zur Uraufführung erklingt die Arie nicht in gewohnter Form und Dramaturgie. Ein Tänzer trägt das doppeldeutige «Remember Me» der...