forschungsbericht: jean georges noverre
Sibylle Dahms‘ langjährige Beschäftigung mit dem großen Ballettreformer Jean Georges Noverre wurde bemerkenswerterweise durch ihre Arbeiten zu dessen wichtigstem Konkurrenten Gasparo Angiolini ausgelöst. Nun legt die ausgewiesene Spezialistin für das 18. Jahrhundert zu Noverres 200. Todestag den neuesten Stand der Forschung vor.
Erklärtes Ziel der Monografie ist es, Ausgangspunkt für weitere Detailforschungen zu sein und ein Nachschlagewerk für die schnellere Orientierung.
Nach biografischem und historischem Überblick stellt Dahms ausführlich Noverres Schriften vor, neben den berühmten «Lettres sur la danse et sur les ballets» auch die unbekannteren Texte. Das Konkordanzverzeichnis der verschiedenen Ausgaben der «Lettres» lässt allerdings die gleichzeitige Publikation ihrer im Band angekündigten kommentierten Gesamtausgabe vermissen.
Ein zweiter Abschnitt ist dem Praktiker Noverre, seinen Tänzern und Komponisten gewidmet. Damit füllt Dahms eine Lücke, galt doch die bisherige Beschäftigung mit Noverre zumeist dem Theoretiker. «Die Annäherung an den Praktiker Noverre zeigt viele Facetten seiner insgesamt so schillernden Persönlichkeit. Hierbei wird auch deutlich, dass die hohen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2011
Rubrik: medien, Seite 55
von Frank-Rüdiger Berger
arte, www.artepro.com
1. Jan., 23.15h: Kulturmagazin «Metropolis»: Sylvie Guillem
2. Jan., 9.55h: Angelin Preljocajs «Eldorado», Dokumentarfilm von Olivier Assayas, F 2007
2. Jan., 11.20h: «Cursive II», Ch.: Hwai-min Lin, Cloud Gate Dance Theatre
2. Jan., 19.15h; 7. Jan., 6.00h: «Die vier Jahreszeiten», choreografisches Konzert, Ch.: Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola,...
Sieht man mal ab von Versuchen der Theoretiker, am Tanz Eigenschaften von Sprache zu sehen und ihn entzifferbar zu machen, macht sich der Tanz nur zu oft selbst an sprachlichen Texten fest. Vielleicht zeigt er gerade dadurch seine Gewöhnlichkeit, denn ein normaler Mensch redet ja auch. Wenn dann hohe Literatur oder Philosophie aus dem Off tröpfelt (oder aus dem...
Christiana Axelsen ist sichtlich stolz, als sie durch den dicken Ordner blättert, der im Flur des New Yorker Merce Cunningham Studio auf einem Klapptisch ausliegt. Tausende von Zuschriften hat die Studentin darin aufgehoben, Bekundungen der moralischen Unterstützung von Tänzern und Tanzfreunden aus der ganzen Welt. «Das zeigt uns doch, dass wir das Richtige tun»,...
