Willkür oder Auswahl?
Melanie Suchy, war es schwer, elf Gruppen zu finden, die Deutschland präsentieren?
Natürlich. Und wenn du die elf endlich hast, denkst du am nächsten Tag, es waren die falschen elf. Aber solche Zweifel sind seriös. Man muss sich nichts vormachen. Die Auswahl jetzt ist das Statement.
Warum elf, in den Jahren davor, 2000 bis 2004, waren es 17 Choreografen, 2006 sogar 19, erst seit 2008 sind nur noch elf dabei.
Zehn Veranstalter geben den Rahmen vor. Die Nürnberger sind, was die Zahl betrifft, dem Vorgänger Hannover gefolgt. Wir hätten auch 17 auswählen können.
Aber wie soll man 17 Gruppen in dreieinhalb Tagen abfeiern? Wir mussten schauen, dass die Gruppen in die Nürnberger Räumlichkeiten passen. Alle müssen doppelt auftreten, weil in die Theater nur 200 Leute reingehen. Auch dem Publikum tut man keinen Gefallen, wenn man pausenlos spielt und ihm keine Zeit gibt, sich auszutauschen. Dazu ist die Plattform ja auch da.
Wie repräsentativ ist die Auswahl von elf wirklich?
Ich glaube, eine Auswahl von 30 wäre auch nicht repräsentativ. Statt mit dem Geruch der Beliebigkeit möglichst viele Choreografen glücklich zu machen, spricht die riskante Beschränkung eher für Kunst.
Bagnolet bei Paris, ...
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