«Dark Matter»

Mensch und Materie: Kate McIntosh sucht Antworten auf die großen Fragen des Lebens und entschwindet in andere Dimensionen.

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Wer einmal in den Abgrund einer Papiertüte blickte, weiß, was es heißt, wenn von schwarzen Löchern die Rede ist. Gleich mehrmals reißt der Performer in Lackschuhen und Anzug seine große Tüte auf und lässt das Publikum hineinsehen in gähnende, absolute Dunkelheit. Probleme der Quantenphysik, der Schwerkraft, der Existenz einer anderen Dimension schnurren in der Performance «Dark Matter» zusammen auf die Größe eines Bau­kastens für den kleinen Physiker. So werden die großen Fragen des Lebens handhabbar.

Und die dunkle Materie erhellt sich im Licht des Sternenhimmels auf dem Hintergrundprospekt.

«Tonight is a night of stripping, tonight is a night of peeling away, layer by layer by layer by layer», verheißt die rothaarige, langgliedrige Schöne im grünschillernden Paillettenkleid, die Diva zwischen den beiden Herren Thomas Kasebacher und Bruno Roubicek. Kate McIntosh führt charmant und glamourös wie ein Music-Hall-Star durch den Abend im schwere reiter in München. Sie singt, sie gurrt, sie tanzt, sie philosophiert, sie widersteht der Tücke des Objekts, den wippenden Brettern, fliegenden Federn, rollenden Bällen, geworfenen Tauen und schweren Säcken. Jedes Ding treibt seine ...

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Tanz Februar 2010
Rubrik: Gastspiel, Seite 48
von Katja Schneider

Vergriffen
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