Branchentreff: Positioning Ballet

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Einen Erstling kriegt fast jeder hin, aber ein überzeugendes Sequel? Damit verhält es sich in der Schriftstellerei kaum anders als im Kulturbetrieb, wo Veranstaltungen zwar fast immer mit Kinderkrankheiten debütieren, aber dafür mit Neuigkeitswert charmieren. Insofern war es keine leichte Aufgabe, die sich Ted Brandsen, Chef von Het Nationale Ballet in Amsterdam, gestellt hatte.

Nach der Erstausgabe «Positioning Ballet» (tanz 4/17) sollte sich die zweite Runde des Branchentreffs in Amsterdams Muziektheater mit dem neuralgischen Punkt schlechthin befassen: «Leadership» lautete das Generalthema, das rund fünfzig versammelte Ballett-direktoren und -direktorinnen einen Tag lang diskutieren wollten – und zwar, anders als vor zwei Jahren, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. 

Warum, ließ sich beim Presse-Briefing am Abend nachvollziehen. Wer zwischen den Zeilen hören konnte, vernahm erstaunlich viel Selbstkritisches von Brandsen und den vier Kollegen, die den Journalisten Rede und Antwort standen. Als regelrechte Zäsur hat sich #MeToo erwiesen, weil viele Kompanieleitungen sich plötzlich mit der Frage konfrontiert sahen: Gibt es hier Belästigung, Machtmissbrauch, Mobbing? Wie reagieren ...

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Tanz April 2019
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Dorion Weickmann

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