pädagogik
Die Hector-Peterson-Schule befindet sich quer gegenüber dem Berliner Theaterkombinat Hebbel am Ufer. 2010 geriet sie, mit der verordneten Abschaffung der Hauptschulen und der Umfirmierung zur Sekundarschule, wie andere Einrichtungen auch in eine Krise: Aggression, Gewalt, unbeherrschbare Klassen machten bundesweit Schlagzeilen. Niemand ging mehr gern zur Schule, auch die Lehrer nicht. Ist Kultur eine Lösung? Es ging ihr nicht um das übliche Bonusprogramm, etwa einen Theaterbesuch pro Halbjahr, sagt die Schulleiterin Monika Steinhagen. Kultur ist das, was Schüler herausfordert.
Was sie animiert, sich unter kritischen Mitschülern selbst zu präsentieren, eigenständig Lösungen zu probieren und Verantwortung zu übernehmen. Die Tanzkritikerin der «Berliner Zeitung», Michaela Schlagenwerth, ließ sich 2011 als «Kulturagentin» für diese und zwei andere Schulen gewinnen und belebte den Kontakt mit dem Hebbel am Ufer. Schüler gestalteten dort in einem Format wie «X-Schulen» ein Varieté der Künste, entwarfen aber auch ihren Schulhof neu. Folgt man diesem kurzweilig geschriebenen Reader, ist Kultur kein unterfinanziertes Übel zur Unterhaltung von Eliten, sondern ein Werkzeug, um handlungsfähig ...
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Tanz August/September 2016
Rubrik: Medien, Seite 63
von Arnd Wesemann
Vielleicht ist es so gewesen: «Rodin erfasste mit einem Blick ihren gedrungenen Körper von der etwas unbeholfen aufgesteckten Takashimada-Frisur bis zu den in weißen Strümpfen und Chiyoda-Sandalen steckenden Füßen und drückte ihre kleine feste Hand.»
Irgendetwas an dieser Frau, die da plötzlich in seinem Atelier steht, ist faszinierend. Der Bildhauer wendet...
Matthias von Hartz hatte nur vier Wochen Zeit, das «Athens & Epidaurus Festival» mit aus dem Boden zu stampfen. Dies parallel zu seinem eigenen Format, den «Foreign Affairs» bei den Berliner Festspielen. Der gelernte Volkswirt wurde gerufen, weil griechische Künstler den vorgesehenen Kurator, Jan Fabre, zur unerwünschten Person erklärten und dieser das Handtuch...
«Ich kann die Studenten lehren, dass sie sich eine Situation schaffen, Partner finden, Netzwerke bilden. Letztlich, dass sie sich wohlfühlen in der Stadt. Und das», fügt Gabriele Klein nachdrücklich hinzu, «ist sehr viel.» Klingt angenehm plausibel. Nur würde man vermuten, dass es sich bei den genannten Lehrinhalten um das Rüstzeug eines akademischen...
