Serie Tanz-Moden: Titanias Tutu
In der Volksoper Wien läuft «Ein Sommernachtstraum» von Jorma Elo mit dem Wiener Staatsballett. Das mit dem Benois de la Danse ausgezeichnete Ballett kam 2010 in der Wiener Staatsoper zur Uraufführung. Auch die Kostümbildnerin hätte diesen Tanz-Oscar verdient gehabt: Sandra Woodall ließ sich von der Natur inspirieren, Moose, Flechten, Pilze, Schmetterlingsflügel und Tierfellmuster finden sich auf dem Tutu der Titania. Woodall legte die Organismen quasi unters Mikroskop, um sichtbar zu machen, was mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist.
Es wirkt, als hätte sie in den Körper selbst hineingeforscht, um Knochenstrukturen und Zellaufbauten zu zeigen.
Auch unter der Oberfläche des Tutus finden sich jede Menge ungewöhnliche Strukturen und Aufbauten. Das hier ist keines jener gebräuchlichen Exemplare, die in Schichten von eingekraustem Tüll zu runden Tellern werden. Vielmehr liegen zwischen einer steifen Gaze aus Perlondraht und Goldtüll elliptische Plastikreifen, die so angeordnet sind, dass das Tutu nicht nur steht, sondern sich in einer Welle biegt.
Um diese Welle zu kreieren, muss man ein genaues Verhältnis von Zug und Druck zwischen den Reifen, der Gaze und dem Obermaterial ...
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Tanz Juni 2013
Rubrik: praxis, Seite 72
von Stephanie Bäuerle und Melanie Jane Frost
_____deutschland
Augsburg
Theater «Liebe und andere Tragödien»: «das siebte blau» von Christian Spuck und «Gefährliche Liebschaften» von Annabelle Lopez Ochoa. Großes Haus, 4., 12., 14. Juni
Gastveranstaltung: «Jugend tanzt klassisch». 30. Juni
theater-augsburg.de
Baden-Baden
Festspielhaus Premiere Das Cedar Lake Contemporary Ballet tanzt «Simply Marvel» von Regina van...
screening_________
vladimir malakhov
habe noch nie auf der Straße getanzt, «jedenfalls nicht nüchtern». Und genauso wenig will Berlins Ballettdirektor je Sneakers getragen haben. Aber jetzt und zum ersten Mal in seinem Leben besucht er einen Aerobic-Kurs. Undercover. «Versuch einfach, die Musik in deine Füße reinzubekommen, und ich gucke, was so geht», bescheidet...
Er wich der Frage gerne aus, genau wie es Erblasser meistens tun. Am besten ließ man, sagt ein Vertrauter, «so nebenbei beim Abendessen eine Bemerkung fallen nach dem Motto – weißt du, wir haben uns Gedanken gemacht und meinen ….» Worauf Merce Cunningham entweder sagte: «Nein, das sehe ich nicht so.» Oder: «So könnte ich’s mir vorstellen.» Generell war er nicht...
