André Gingras
Schwarzer Humor, bisweilen an der Grenze zum Zynismus, spielerisch bis zur Anarchie, intensiv und dynamisch, dabei mit scharfem Blick auf die Mechanismen unserer Gesellschaft. «The Lindenmeyer System» etwa macht die Distinktion in EU-Members und Non-EU-Members hautnah erfahrbar, die Folterposen in seinem jüngsten Stück «Hypertopia» provozieren unsere Reaktionen auf die alltäglich penetrierenden Bildermaschinen. Die Werke des in den Niederlanden arbeitenden Kanadiers André Gingras sind hochintelligente und subkutane politische Kommentare.
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Mein erstes Buch, das ich mit 18 Jahren nicht schrieb, sondern klebte, handelte vom Raum. Ich verdiente mir vor Weihnachten das Taschengeld auf unserem lokalen Postbüro, indem ich die eingeschriebenen Sendungen in ein Buch übertrug. Hinter mir tickte der Telegraf, und ein Kollege zerschnitt den endlosen Nachrichtenstreifen in für das Telegrammformular passende...
Auf in die Schulen!, hieß es bei den Künstlern, vor allem bei denjenigen aus dem Schauspiel, in den 1970er Jahren. Das Theater war eine ungemein kraftvolle, hochpolitische Angelegenheit – und es wollte wirklich etwas verändern. Wo wäre das wichtiger und wirksamer gewesen als an den Schulen? Doch die Kreativitäts-Attacken verliefen, ebenso wie viele andere damalige...
Sie kommt aus Bayern, hat an der Bruckner Universität Linz Tanz studiert und zwei Jahre lang für das szene bunte wähne-Tanzfestival für Kinder und Jugendliche in Wien Workshops betreut, ehe sie 2004 ihr erstes Stück wagte: «Andersgleich oder als die Phantasie nach Aalglattmannsdorf kam» war ein Wurf für Kinder ab sechs, in dem die Choreografin Isabel Nowak auch...
