wassertänze in versailles

Fontänen nach Feuillets Notationen der Tänze aus der Zeit Ludwig XIV.

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Wer im Schlosspark von Versailles den Touristenmassen entfliehen will und sich von der Hauptachse weg gleich in die Seitenwege schlägt, findet sich zwischen lauter «Wäldchen» wieder, die den Namen ihrer Patrone oder Hauptattraktionen tragen, also etwa «Bosquet de la Reine» oder «Bosquet de l´Obélisque» heißen. Angelegt hat diese schattigen Schmuckstücke André Le Nôtre im Auftrag des Sonnenkönigs, der sich das florale Ambiente seiner Residenz genauso viel kosten ließ wie deren Prunkgemächer.

1671 pflanzte Le Nôtre in der Nähe des Nordflügels ein Theater ins Grüne, bestückt mit prachtvollen Wasser-Bassins und «Bosquet du Théâtre de l‘Eau» genannt: ein barockes Idyll wie aus dem Bilderbuch (siehe auch Seite 54). 

Einhundert Jahre später hatte Ludwig XVI. genug vom plätschernden Plaisir. Er ließ die Anlage einebnen, begrünen und das nunmehr reichlich profane Wiesengelände samt Baumbestand als «Bosquet du Rond Vert» ausweisen. Fortan gab sich dort die Dienerschaft ein Stelldichein, während die Höflinge lieber anderswo flanierten. Es kamen und gingen: Revolution, Republik, Kaiserreich, Republik, Monarchie – die ruinierte Ecke des Schlossparks blieb. Bis Ende des 20. Jahrhunderts zwei ...

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Tanz Juli 2016
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Dorion Weickmann

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