vorschau / der direkte weg zu tanz
im juni: mats ek_______
Die Elogen stapelten sich nur so, als Mats Ek 2013 nach zwei Jahrzehnten Erzählabstinenz wieder einen Klassiker ins Visier nahm, um ihn gründlich durchzuschütteln. «Julia & Romeo» (tanz 8-9/13) heißt seine Shakespeare-Variation, die mit der Vorlage in bewährter Ek-Manier verfährt und fortführt, was der Schwede seit den 1980er-Jahren sporadisch ins Werk setzte: die expressive und psychologisch verdichtete Relektüre von Inkunabeln des Repertoires wie «Giselle», «Dornröschen» oder «Schwanensee».
In Düsseldorf hat der so eigenwillige wie einflussreiche Choreograf eben «Rättika» zum ersten Mal in Deutschland vorgestellt und tanz über sich, die Arbeit, das Alter Auskunft gegeben
«Julia & Romeo», Royal Swedish Ballet
im juli: ohad naharin_________
Es gibt Stücke, die hauen einen immer wieder um. «Minus 16» zum Beispiel, zuletzt beim Ballett der Semperoper in Dresden zu sehen, ist so ein unwiderstehlicher, inzwischen
16 Jahre alter Ranschmeißer. Ohad Naharin, seit 1990 Leiter der Batsheva Dance Company, hat viele solcher Wunderwerke choreografiert – und damit nicht zuletzt
einer ganzen Generation von mittlerweile prominenten Nachwuchsleuten – etwa Hofesh Shechter ...
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Tanz Mai 2015
Rubrik: service, Seite 80
von
Ende November 2014 hatte «Made in Bangladesh» Premiere in Ludwigshafen, im Theater im Pfalzbau. Danach ging das Stück auf Gastspielreise durch deutsche Städte, tourte in Indien, war Ende Januar sogar in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesh, zu sehen, wo es auch entstanden ist. Es wird weiter reisen, weiter seine Kreise ziehen. Und allüberall gibt die...
Sie ist die ungekrönte Königin der Grimassenkultur. Marlene Monteiro Freitas, aus ihrer kapverdischen Heimat nach Lissabon gelangt, stellt alle Begriffe von Ästhetik auf den Prüfstand. Sie hält es mit Performance, Clown und Karneval, mit Punk und Martialischem. Schon ihr irrwitziges Solo «Guintche» setzte ein Ausrufezeichen, wie man es in der Tanzlandschaft kaum...
Modena also, italienische Provinz. An einem Vorfrühlingsabend startet Sylvie Guillem hier ihre Abschiedstournee, geht das letzte Programm «Life in Progress» im Teatro Communale Pavarotti erstmals über die Bühne. Am Ende nimmt sie die Ovationen des Publikums entgegen – und alles ist wie immer: Ganz allein steht sie da, ein spontanes, mädchenhaftes Lächeln auf den...
