Tanztheater Wuppertal
Vor einem Jahr starb Pina Bausch. Ihr Werk lebt. Das Tanztheater Wuppertal trägt es auf seinen Gastspielreisen weiter hinaus in die Welt. Die Nachfrage ist rund um den Globus ungebrochen. Zu Hause, im Bergischen Land, studiert die Kompanie Klassiker wie «Viktor» und «Danzón» wieder ein – ein neues Stück kann es ja nun nicht mehr geben. Dominique Mercy, der künstlerische Leiter, und das Ensemble haben mehr zu tun denn je.
«Die viele Arbeit treibt uns an», sagt der Franzose. Irgendwann wird ein neuer kreativer Prozess beginnen.
Noch, sind sich alle einig, ist es dafür zu früh. Die Stimmung sei eigentlich ganz schön. Das Wichtigste für alle sei weiterzumachen. «Trotzdem», erzählt er, «bei den Proben zu den alten Stücken war zu spüren, wie dünn das Eis ist. Wir sind alle noch sehr verletzt und fragil.»
Für Pina Bausch sei es immer das Wichtigste gewesen, nicht aufzugeben. Auch ein Jahr danach ist die Kompanie noch so zusammen, wie sie war. Streit um Aufführungsrechte gibt es nicht. Dass es auch anders hätte laufen können, zeigt das Beispiel Martha Graham. Deren Truppe brach nach ihrem Tod beinahe auseinander, weil die Erben sich über die Rechte an ihrem Werk nicht einigen konnten. ...
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