Tanzplan Deutschland
Der Tanzplan vor Ort nahm eine entscheidende Wende, als das Kuratorium mit der Bundeskulturstiftung die Idee entwickelte, nicht eine künstlerische Leitung einzusetzen, sondern die vorhandenen Mittel dafür zu benützen, um die Kommunen und die Länder in die Pflicht zu nehmen. Von diesem Moment an gewann der Tanzplan eine einzigartige kulturpolitische Dynamik. Tatsächlich haben sich in einem Dutzend deutscher Städte nicht nur die Tanzszenen neu organisiert, es haben auch die Gespräche mit der Politik eine neue Qualität gefunden.
Der vor allem von Hortensia Völckers begonnene Prozess der Projektentwicklung in den einzelnen Städten entfaltete dabei bereits im Vorfeld eine große Wirkung auf die Selbstdefinition von Tanzszene und Kulturpolitik. Bemerkenswert war, dass kein einziges Projekt auf den Aspekt der Vermittlung von zeitgenössischem Tanz verzichtete. Der Aspekt der Vermittlung, ob pädagogisch in Schulen und Hochschulen, ob theoretisch an Universitäten oder für ein Publikum oder künstlerisch für junge Choreografen, rückte vollständig ins Zentrum des Tanzplans. Dabei entstanden in den einzelnen Städten unterschiedliche Schwerpunkte. In Hamburg und Potsdam ist der Ausgangspunkt ...
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Who the fuck is Mozart?
nennt Sergei Vanaev seinen Mozart-Beitrag tatsächlich. So ganz dämlich ist die Frage vielleicht nicht. Der Choreograf in Bremerhaven denkt wohl manchmal auch: Where the fuck is Bremerhaven? Denn selbst dann ist man noch nicht am Ziel- und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, wenn es um die Salzburger Wunderkind-Feier des Jahres 2006 geht....
Die Gleichwichtigkeit der Nachrichten verkündet täglich das Ungleichgewicht der Welt. Was hat da der Tanz zu suchen? Sicher, Tanz ist die älteste Geste der Versöhnung, überall auf der Welt. Versöhnung mit sich, den Göttern und den Gästen. Das war immer schon so. Frank Weigand fuhr ins Westjordanland und nach Israel: Versöhnung? Trotz Road Map: die Zeiten des «Schon...
Rosas muss die Brüsseler Oper verlassen. Die Kompanie von Anne Teresa De Keersmaeker (Foto: Herman Sorgeloos) verliert 2007 ihre Residenz am Königlichen Opernhaus La Monnaie/ De Munt. Der designierte Direktor der Oper, Peter De Caluwe, beabsichtigt, kein eigenes Ensemble mehr am Haus zu halten, sondern mit mehreren Kompanien zusammenzuarbeiten. Eine Verbindung wird...
