Tanzfotografen
Marcia Breuer, wie und warum wird man Tanzfotograf?
Ich habe die Berufsausbildung zur klassischen Tänzerin in Stuttgart absolviert und einige Jahre im Beruf gearbeitet. Zum Ende meiner tänzerischen Laufbahn hatte ich bereits zu fotografieren begonnen und bekam die Möglichkeit, an einigen Programmheften des Stuttgarter Balletts fotografisch mitzuarbeiten. Hieraus resultiert die nun über zehn Jahre währende Kooperation mit dem Stuttgart Ballett.
Ich betrachte die Tanzfotografie als sehr schöne und auch logische Weiterführung meiner eigenen tänzerischen Karriere und genieße das Einfühlen in eine Choreografie und das verdichtete Miterleben von Bewegung und Ausdruck durch das fotografische Objektiv.
Was muss ein Tanzfotograf unbedingt können?
Ein Tanzfotograf sollte sich auf das jeweilige Stück, das heißt auf die Absicht des Choreografen, den stilistischen und musikalischen Tonus des Werks und auf die Interpretation der Tänzer einlassen können. Hilfreich sind Gespräche mit dem Choreografen und dem Ausstatter und unbedingt auch ein Gespür für die Bewegungsqualität, das musikalische und tänzerische Timing, bevorzugt durch eine eigene tänzerische Erfahrung erworben. Neben dem bildnerischen ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Vermittler, Seite 70
von Marina Dafova
Von Rudolf dem Großen (alias Nurejew) geht die Sage, er habe rücklings seine Pomuskeln spielen lassen, sobald der Publikumsblick etwas zu lang auf der jeweiligen Ballerina verweilte. Der erotische Mehrwert des Hinternspektakels soll dem Vernehmen nach jede noch so verführerische weibliche Rundung in den Schatten gestellt haben. Nicht von ungefähr kommt einem genau...
Heidi Schnirch, Andrea Marton, wieso will man heute als Tänzerin oder Choreografin im Kindertanz arbeiten? Gibt es dazu einen materiellen Anreiz, oder passiert es, weil man selbst Kinder hat?
Heidi Schnirch: Zu Beginn habe ich nur im Erwachsenenbereich unterrichtet. Allein vom Tanz konnte ich nicht leben. Das Unterrichten hat mir dann deutlich gemacht, dass es mich...
Die Beziehung eines Theaters zur Öffentlichkeit ist nur selten sehr intim. Das Publikumsgespräch nach einer Vorstellung bildet mitunter das Maximum an Nähe zum Zuschauer, die ein Choreograf zulässt. Der Künstler zum Anfassen dient quasi als Bonus-Track dafür, dass bis zum Publikumsgespräch tatsächlich alles getan wurde, damit überhaupt ein Publikum da ist. Denn...
