tanz und schule: münchen
Sie floaten wie die Seegräser, rollen wie die Wellen; der gestreckte Körper, sachte hin und her bewegt, wird zum Leuchtturm. Taschenlampen verwandeln ihn in eine geheimnisvolle Dünenlandschaft. Einer sitzt auf seinem Partner wie auf einem Felsen und schaut aufs Wasser. Solche Motive durchziehen die Choreografie von Andrea Marton und Christa Coogan zu John Adams’ «Shaker Loops». Zwischendurch laufen sie, finden sich zu Schwärmen zusammen, kreisen über die Bühne.
Rund vierzig Kinder – die Klasse 6b des Nymphenburger Gymnasiums und Grundschüler verschiedener Münchener Schulen – haben ein halbes Jahr für diese halbe Stunde trainiert. Als Teil eines Kinder- und Jugendkonzerts des Münchener Kammerorchesters (MKO) unter Leitung von Alexander Liebreich traten sie an zwei Tagen im Prinzregententheater und im Gasteig auf. Sie meisterten ihr Programm bravourös: ein sehr konzentriertes Auffluten und Abebben, schön ineinandergreifend und doch lässig.
Diese Beiläufigkeit hätte man sich auch in der ersten halben Stunde gewünscht, in der das MKO Béla Bartók spielte, Gilson de Assis Bodypercussion zum Besten gab, und der Dirigent das Publikum zum Polkatanzen in den Stuhlreihen animierte. Da war ...
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Wenn ich an den Körper denke, denke ich an ihn zunächst ohne Kleidung. Die Haut und die Muskeln übermitteln eine unbeschreibliche Direktheit und Ehrlichkeit. Sie verraten und übertragen alles sofort, jede Regung, jede Spannung, jede Berührung, jede Anstrengung.
Als «Abdrücke» in Brüssel im kleinen Park vor dem Théâtre de la Balsamine gezeigt wurde und männliche...
sexualität
Die Tänzer «kommen dem Sex so gefährlich nah, dass der Tanz alles getan hat, um das Erotische zu verdrängen» (Philippe Verielle). Darum erscheint uns Tanz oft so sittsam. Er unterbietet die Lust am Körper, verhüllt seine Sexualität durch Schönheit in der Bewegung. Thomas Hahn zeigt, wie diese Prüderie immer kunstvoller unterlaufen wird. Christoph Quarch...
Spaziert man vom Dresdner Hauptbahnhof zum Deutschen Hygienemuseum, also vom Symbol der verlässlichen deutschen Pünktlichkeit zur Weihestätte des deutschen Gesundheitsgebots (Unpünktlichkeit und andere Unreinlichkeiten hasst der deutsche Small Talk), gelangt man zuerst in die Mary-Wigman-Straße, durchmisst die Gret-Palucca-Straße, streift die Dore-Hoyer-Straße, um...
