tanaquil le clercq
Noch ist die Erinnerung nicht verblasst. Aber die etwas altersschwache und grobkörnige Filmeinblendung am Anfang der Dokumentation lässt ahnen, wie lange das wirklich her ist. Dennoch ermöglicht der kurze Szenenausschnitt, mehrfach wiederholt, einen Eindruck davon, wie das Wunderwerk von Jerome Robbins einmal ausgesehen hat.
1953 wurde «Afternoon of a Faun» uraufgeführt, und Jacques d'Amboise wie Tanaquil Le Clercq haben sich in ihm auf eine Weise bespiegelt, die man nicht mehr so schnell aus dem Gedächtnis verliert: er ohne alle Eitelkeit in der Rolle des jungen Tänzers, der sich in sein Gegenüber verliebt; sie als die Ballerina, die sich, scheinbar von ihm unberührt, ganz ihrer Kunst ergibt.
Jacques d'Amboise ist nicht der Einzige, der in Nancy Buirskis Dokumentarfilm «Afternoon of a Faun: Tanaquil Le Clercq» über seine langjährige Partnerin ins Schwärmen gerät. «Sie konnte Dinge tun, die niemand vor ihr getan hat», meint er einmal im Interview, das sich, in viele kleinere Passagen unterteilt, wie ein roter Faden durch den Film zieht. Und auch die anderen, die immer wieder zu Wort kommen – Barbara Horgan vor allem, am New York City Ballet sozusagen die rechte Hand von George ...
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Tanz April 2014
Rubrik: traditionen, Seite 54
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