starthilfe

Charlotte Edmonds und Robert Binet sind Nachwuchschoreografen mit einem äußerst prominenten Mentor: Wayne McGregor. Das Royal Ballet praktiziert damit ein interessantes Modell.

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Künstlerische Jungfernzeugung ist ein so seltenes Phänomen, dass man ihr Vorkommen praktisch nicht belegen kann. Alles kreative Tun wurzelt in den Tiefen künstlerischer Muttererde. Egal ob dieser Nährboden seine Fruchtbarkeit nun aus Krieg, persönlichem Unglück, ausgedehnten Friedenszeiten, Armut, ererbtem Reichtum oder – wie im Falle der Familien Bach oder Mozart – aus einem genetischen und häuslichen, dem Schöpferischen förderlichen Umfeld bezieht: Stets ist ein Stimulus notwendig, ein auslösender Reiz, der das Sprießen lebendiger Kunst in Gang zu setzen vermag.

Regeln beherrschen – und brechen
Historisch betrachtet, bildet die Beziehung zwischen Meister und Schüler ein Grundmus-ter dieses Prozesses. Leonardo nannte Verrocchio seinen Meister; Raffael hatte Perugino, Michelangelo hatte Ghirlandaio. Zwar sollten diese Schüler ihre Meister bald überstrahlen; sie alle jedoch hatten zuvor unschätzbar von der beratenden Führung und Expertise ihrer etablierten und angesehenen Mentoren profitiert. Seit jeher hat talentierter Nachwuchs – in sämtlichen künstlerischen Disziplinen – nach meisterlicher Anleitung gesucht, solide Regeln erlernt und diese schließlich konsequent gebrochen, um die ...

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Tanz November 2016
Rubrik: Praxis, Seite 66
von Mike Dixon

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