rücktritt

mauro bigonzetti

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Acht Monate nach seiner Ernennung hat die Leitung der Mailänder Scala Mauro Bigonzettis Rücktritt vom Posten des Ballettchefs bekannt gegeben. Im offiziellen Statement heißt es, der «Maestro» demissioniere «aufgrund eines anhaltenden Rückenleidens», eine fachärztliche Krankschreibung liegt vor. Klar ist aber auch, dass der Funke zwischen Bigonzetti und dem Ensemble nie übergesprungen ist, das sich an seinem Programm für die Spielzeit 2016/17 stieß – insbesondere daran, dass die Hälfte der sechs Produktionen von ihm selbst kommen oder direkt betreut werden sollte.

Diese Kritik parierte Bigonzetti mit einem Gegenangriff. Er bezeichnete die Tänzer als «unvorbereitet», bescheinigte ihnen, «zu lange unter einer Glasglocke gearbeitet» zu haben, was gegen seinen Vorgänger Makhar Vaziev ging. Zudem war er häufig in eigener Sache unterwegs und delegierte die Arbeit in Mailand an seinen Assistenten.

Die Lage spitzte sich im September zu, als der Chef seine Kompanie nicht auf eine wichtige Asien-Tournee begleiten wollte. Anfang Oktober ließ Startänzer Roberto Bolle öffentlich wissen, dass Bigonzettis «Coppélia»-Kreation abgesagt und die «aktuellen Spannungen an der Scala unübersehbar» seien. ...

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Tanz November 2016
Rubrik: Persönlich, Seite 29
von Silvia Poletti

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