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Für viele geht es in erster Linie um Diana Vishneva, die Mariinski-Queen. Wegen ihr wollen sie das Werk vor allem sehen. Aber Diana warnt: «Das fühlt sich an wie Ballett fürs 21. Jahrhundert. Wenn Sie das gesehen haben, wird traditionelles Ballett auf Sie für immer wirken wie die reine Zeitlupe.» Wollen Sie das wirklich?
Diana Vishneva ist nicht überall mit auf Tournee.
In Amsterdam, zur Uraufführung im Muziektheater, spürte man ihre eigene Wucht auch nur am Schluss, als ihr zwei Tänzerinnen zu Füßen liegen und sie das Zitat des sterbenden Schwans skizziert, sobald sie sich aus den Leitplanken ihres Partners Jason Shipley-Holmes befreien kann. Es war Édouard Locks einziges Zugeständnis oder, so man will, seine Hommage an die berühmte russische Ballerina, die sich im Gegenzug in den diplomatischen Dienst für seinen Fortschritt in der Ballettkunst stellt.
Das Schwanenzitat kann auf anderen Stationen der Tournee auch schon mal entfallen. Lock legt niemals Wert auf symbolische Gesten. Er braucht keine pantomimischen oder motivierenden, den Charakter und seine Gefühle in die Luft malenden Expressionen. Bei diesem Meister aus Kanada ist der weibliche Körper seit je ganz bestimmt kein ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: produktionen, Seite 18
von Arnd Wesemann
...ist das neueste Mitglied einer der ältesten europäischen Kunstinstitutionen geworden. Die 1696 gegründete Akademie der Künste in Berlin nahm sie auf, um sie für ihre Verdienste bei der Entwicklung der Künste zu ehren. Nun sitzt sie neben William Forsythe, Nele Hertling, Reinhild Hoffmann, Susanne Linke, Alain Platel, Arila Siegert, VA Wölfl und Robert Wilson.
......ist ein YouTube-Projekt der israelischen Choreografin Renana Raz. Ihre Tänzer und Ko-Choreografen geraten zuweilen ein wenig in die Klemme: zwischen ihrer Kunst und der populärsten Videosammlung der Welt. Uri Shafir tanzt in «Just a Kid» sein streng künstlerisches Solo. Und aus YouTube sendet ein rothaariger Kraftbolzen von Kind die Imitation seines Tanzes –...
Je ärger die Weltwirtschaftskrise zwischen den Weltkriegen wurde, desto mehr näherte sich der Expressionismus dem Tanz an. In Hamburg wurden mehrtägige, aufwendige Künstlerfeste gegeben, mit acht Meter hohen Götzenfiguren, unter denen man den «Götzenbumbum» tanzte. Mary Wigman und Valeska Gert sahen hier den «SüdseeDukDukTanz», zu dem riesige Tanzmasken getragen...
