expressionisten in darmstadt
Je ärger die Weltwirtschaftskrise zwischen den Weltkriegen wurde, desto mehr näherte sich der Expressionismus dem Tanz an. In Hamburg wurden mehrtägige, aufwendige Künstlerfeste gegeben, mit acht Meter hohen Götzenfiguren, unter denen man den «Götzenbumbum» tanzte. Mary Wigman und Valeska Gert sahen hier den «SüdseeDukDukTanz», zu dem riesige Tanzmasken getragen wurden.
Während die Künstlerfeste bei ihren Machern einen exotistischen Rausch und Ekstase hervorriefen, lösten sie bei den Bürgern Entsetzen und Empörung aus «wegen zu viel Freizügigkeit in einer politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeit». 1922 war das Fest ganz dem modernen Tanz gewidmet, samt eines großen «Planetentanzes», bei dem das Tänzerpaar Lavinia Schulz und Walter Holdt auftrat. In ihren selbst gefertigten skurril-grotesken Ganzkörpermasken stellten sie das «Toboggan» dar, das «Ungeheuer vom Sirius» (auf dem Foto: Lavinia Schulz in der Tanzmaske «Toboggan Frau», um 1923, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg) und tanzten, wie der Journalist Erich Lüth schrieb, «eine Grimasse gelebten Lebens». So lebendig war das «Gesamtkunstwerk Expressionismus», dem die Mathildenhöhe Darmstadt noch bis zum 13. Februar ihre ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: kalender: ausstellungen, Seite 47
von
Der 25-jährige Slowene ist einer der Neuen im Tanztheater Wuppertal. Schwarze Augen im weichen Gesicht; die Haartolle sendet in alle Richtungen. Sein Initialerlebnis im Tanz? Der Lambada der Cousine im Kaninchenkostüm. Nach kreativem Kindertanz folgten Gesellschaftstanz, Hip-Hop, Stepptanz, Jazztanz, eine Schule für zeitgenössischen Tanz. P.A.R.T.S. in Brüssel...
Dieser Abend wird Kult. Vor Martin Schläpfers Uraufführung von «Robert Schumann Tänze» setzt er das nagelneue «Frozen Echo» von Regina van Berkel, die mit dem Installationskünstler Dietmar Janeck und dem in Amsterdam lehrenden Komponisten Theo Verbey zusammenarbeitet. Eingeführt wird der hoch musikalische Abend durch den «Piet Mondrian des Tanzes», Hans van Manen,...
Im blauen Licht driften scheinbar knochen- und schwerelos drei Körper. Die erhobenen Arme werden von einer geheimnisvollen Kraft gehalten. Die Köpfe neigen sich blütensacht. Die Figuren ziehen sich an, gleiten aneinander vorbei und entfernen sich wieder. Beben, Grummeln, Pochen, Summen von automatischen Trommeln. Sie sind platziert zwischen den Zuschauerreihen. Als...
