Somewhere entre-deux ...
«Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun. Ich bin ein Prophet!», ruft der Blinde. Die Fee im weißen Brautkleid verwandelt sich in Hund, Rabe und Katze. Sie kann sich auch auf Porzellanscherben räkeln. Sie stellt metaphorische Fragen, die an Grimms Märchen erinnern und führt uns durch den Film. Auch andere «Warriors Of Beauty» kehren regelmäßig ins Bild zurück. Fantasien und Phobien, mythische Fenster zu Welten jenseits der Ratio. Jan Fabre, einen Uhu auf der Schulter, schluckt eine mysteriöse Pille.
In seinem Schlaf krabbeln die Käfer aus dem Mund von Erna Ómarsdóttir, ein torkelnder, blutender Ritter schlägt eine Schlacht gegen einen unsichtbaren Feind, ein Gnom hetzt auf allen vieren, ein nackter «Krieger» fällt und rutscht immer wieder aus, den Körper mit Ketchup beschmiert, bis er aussieht wie enthäutet. Viele Bilder in «Les guerriers de la beauté» erinnern an Fabres «Je suis sang». Und aller Zusammenhang erschöpft sich darin, dass Figuren und Szenen aus Fabres Welt stammen.
Nein, und immer wieder nein. Pierre Coulibeuf macht keine Tanzfilme. Sagt er. Seine Werke sind abendfüllend, aber keine Spielfilme. Sie sind weder Dokumentar- noch Experimentalfilme. Nie ...
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Sie ist eine Power-Tänzerin wie man sie eher aus modernen Kompanien kennt und das ganze Glück der Düsseldorf-Duisburger Tanzfreunde: Katarina Svetlova hat das Ballett der Deutschen Oper am Rhein wachgeküsst. Die Amerikanerin hat alles, was eine Spitzenballerina ausmacht: Technik, Ausstrahlung, Darstellungskraft, Wandlungsfähigkeit. Ob virtuoses Weib, kämpferische...
Das wäre doch eine hübsche Idee: Wir behaupten, der Tanz gehört dem Zuschauer. Und weil er ihn nicht einfach aus dem Theater mit nach Hause nehmen kann, kann er ihn sich als Tanzdokumentation dauerhaft habhaft machen. So, wie ein Poster zwar keine Gemälde ersetzt. Aber immerhin. Das Video oder die DVD erhält er gegen eine kleine Gebühr. Versteht sich.
Wollte man...
Am 25. Februar 2005 kam «The Bolt» von Schostakowitsch am Moskauer Bolshoi in einem «konstruktivistischen» Bühnenbild heraus – quasi als Visitenkarte des neuen Ballettdirektors Alexei Ratmansky, 36. Denn da trat einer mit einem Stück aus der russischen Moderne gegen die Opposition der Traditionalisten und Nostalgiker aus der Ära Grigorovitch an, die er bereits 2003...
