Screening 4/19
«Das goldene Zeitalter»
Den «Tahiti Trot» kennt jeder. Eigentlich hat ihn Dmitri Schostakowitsch ja nicht wirklich komponiert, sondern lediglich einen Song aus dem Musical «No, no, Nanette» überarbeitet – das allerdings in nicht mal einer Stunde, ganz aus der Erinnerung heraus und aufgrund einer Wette, die er natürlich gewonnen hat: Der Gewinn, hundert Rubel, kam dem jungen Mann 1927 wie gerufen. Dass im «Tee for Two» noch mehr drin steckte, konnte er nicht ahnen.
Yuri Grigorovich servierte ihn nach Schostakowitschs Tod als «Zugabe» in dessen Ballett «Das Goldenen Zeitalter» und verhalf dem Abendfüller damit am Ende doch noch zum durchschlagenden Erfolg. Seit 1982 gehört die Persiflage auf die Goldenen Zwanziger sozusagen zum eisernen Repertoire des Bolschoi. Die Fassung letzter Hand ist jetzt noch einmal als Live-Aufzeichnung im Kino sehen – mit Nina Kaptsova, Ruslan Skvortsov, Mikhail Lobukhin und Ekaterina Krysanova in den Hauptrollen. Am 7. April, 17.00 Uhr, in ausgewählten Kinos:
www.tanzimkino.com
Ballett im Kino (tanz 3/14):
Aus dem Bolschoi-Theater in Moskau, www.tanzimkino.com
7. April, 17.00h: «Das Goldene Zeitalter», schillernde Satire über das Europa der Goldenen ...
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Tanz April 2019
Rubrik: Kalender, Seite 50
von
1927 geboren, war er noch Augenzeuge des Warschauer Aufstands 1944. In den 1960er-Jahren entkam er, wie sein Freund, der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der poststalinistischen Intellektuellen-Hatz in Polen und ging, mit Bertolt Brecht unterm Arm, in die Vereinigten Staaten. 1982 kam er, mit Robert Wilson im Gepäck, nach Gießen, um den Studiengang...
Andere machen ein, zwei Skizzen – und verabschieden den Entwurf! Er war auch in dieser Hinsicht ein anderes Kaliber: «Sein Papierkorb war eigentlich immer übervoll mit Zeichenpapier. Bevor eine Zeichnung richtig fertig war, sind bestimmt vierzig bis fünfzig Blatt in den Müll gegangen – und diesen Anspruch hat er halt auch auf andere übertragen.» Karl Lagerfeld war...
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