schweinesee

heißt die schönste Herbst-Versuchung für Leseratten

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«Saugut!!!», urteilt die «New York Times», und wo sie recht hat, hat sie recht: Der «Schweinesee», den das Bolschoink Ballett im Mettropol-Theater zeigt, hat es in sich. Schon beim Anblick der Werbeplakate kann einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, und dem Wolf, der sich in ein abgelegenes Quartier seiner Stadt verirrt, knurrt ohnehin schon gewaltig der Magen. Die «Gebrüder Eisbein» haben ihr Erscheinen zugesagt, liest er da. «Pieds de cochon» werden angekündigt.

Und selbstverständlich Odette Sauskaya, ein saftiges Schweinchen, das nicht ohne Grund im «Schweinesee» die Hauptrolle tanzt. Das wär‘s, meint der «alte Köter» und ergattert eine Eintrittskarte.

An den Speck ranzukommen, denkt er, kann doch nicht so schwierig sein. Doch da ist die Kunst vor, und der Wolf folgt so gebannt der Aufführung, dass er darüber die eigenen Bedürfnisse völlig vergisst. Auf einmal findet er sich auf der Straße wieder, ohne dass eins der faszinierenden Ferkel Schaden genommen hätte. Auf den Geschmack gekommen, zerschlägt der gar nicht so böse Wolf sogar sein Sparschwein, nur um sich einen Logenplatz zu besorgen und so der Bühne nahe zu sein. Abends gibt‘s schließlich noch eine Vorstellung, und da ...

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Tanz Oktober 2014
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Hartmut Regitz

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