screenings und ausstellungen
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let‘s dance
Nein, auf ARTE staksen keine B-Promis übers Parkett, um von B-Punktrichtern belobhudelt oder abgewatscht zu werden, auch wenn der Titel der Doku-Reihe identisch ist mit dem des RTL-Quotenknallers. Vielmehr verführt Regisseur Olivier Lemaire zu einer Erkundung des Tanzes im 20. Jahrhundert, als Kompass dient dabei die Phänomenologie des Körpers. Da geht es etwa um Füße und ihre verschiedenen Futterale – vom Spitzenschuh bis zum Hip-Hop-Sneaker.
Da geht es um die Reize nackter Haut, um das Skandalon und den Showeffekt, den Blöße erzeugt. Da geht es um Normen, um Gardemaße des Balletts und ästhetische Schablonen, denen kein Profi entkommt. Drei Teile strahlt der deutsch-französische Kultursender aus, am 5., 12., 19. Oktober – allesamt gehaltvoll und ein schönes Kontrastprogramm zu RTL!
Screening
Die Royal Opera House Kino-Saison, Ausstrahlung auch in Kinos der Multiplex-Ketten UCI Kinowelt, Cinestar, CinemaxX und Cineplex sowie in vielen Indepent-Kinos, roh.org.uk/cinemas (tanz 3/14)
16. Okt., 20.15h: Live aus dem Royal Opera House in London: «Manon», Choreografie von Kenneth MacMillan, mit Marianela Núñez (Manon) und Federico Bonnelli (Des Grieux), ...
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Tanz Oktober 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von
Nach der Pause stimmt Eric Gauthier ein Lied an, und auf einmal stimmt alles an dem Stück, das einem zuvor eher fremd vorgekommen ist: der Tonfall, nicht zuletzt auch ein Tanz, der sich all das «einbildet», was Lewis Carroll in seinen beiden «Alice»-Büchern auf unnachahmliche Weise zur Sprache bringt. Enza Pagliari greift singend Gauthiers Song auf, und wie von...
Hände, Hände, überall Hände: vielfingrig ein Gesicht befühlend, wie Fischchen schnappend, sich wie Blütenblätter um ein Zentrum öffnend oder, als beredte Anhängsel eines zottelig gekrümmten Wesens, ein düsteres Märchen erzählend. Meist marginaler Körperteil im Tanz, rücken die Hände ins Zentrum der ersten Zusammenarbeit der Choreografen Matan Zamir und Nicola...
Sie lachen sich tot! Das Schicksal ereilt alle fünf auf der Bühne. Grausam oder beneidenswert? Sie ergötzen sich an einer Wipp-Orgie, nehmen alle Erschütterungen des Zwerchfells auf sich und steigern sich in eine Art Trance. Schließlich erliegen sie dem bedrohlichen Lachgefühl eines Gore-Films. Das Besondere: Alles geschieht ohne echte Lacher. Genau darin liegt das...
