report darstellende künste: günter jeschonnek...
...vom Fonds Darstellende Künste lud vor zwei Jahren zu einem Symposium. Da klagten Politiker und Experten über die «wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der Theater- und Tanzschaffenden». Diese Zustände ließ Susanne Keuchel nun empirisch erfassen. 4047 Personen wurden befragt, wie sie überhaupt von der Bühne leben können.
Demnach kommt nicht mal die Hälfte der Interviewten in den Genuss einer Kranken- und Rentenversicherung bei der Künstlersozialkasse (KSK) – etwa weil sie zu wenig verdienen, was für immerhin 29 Prozent der KSK-Versicherten und 47 Prozent der nicht in der KSK versicherten Freischaffenden bedeutet: Sie müssen diversen nicht-künstlerischen Nebentätigkeiten nachgehen. Obwohl sie das tun, verdienen sie im Schnitt rund 40 Prozent weniger als nichtkünstlerische Arbeitnehmer.
Anders als beim letzten «Künstlerreport», der 1973 entstand, verbringen die Freischaffenden deutlich mehr Zeit mit dem Schreiben von Anträgen und der Abrechnung von Zuschüssen, obwohl ihre Projekte zunehmend seltener oder mit weniger Mitteln gefördert werden. Damit ist eine wachsende Zahl von Akteuren (48 Prozent) gezwungen, zwischen Festanstellung und freien Projekten zu pendeln – ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Februar 2011
Rubrik: menschen, Seite 26
von Arnd Wesemann
Bitte kurz etwas zu Ihrem beruflichen Werdegang.
Ich lernte Ballett und Modern Dance und studierte an der Schule von Martha Graham in New York. Die Technik passte gut zu mir, bei der richtigen Lehrerin verstehst du, dass es nicht um hart oder krampfig geht. Nach der Arbeit mit diversen Choreografen ging ich zurück nach Triest, fing an zu unterrichten und suchte...
Wie animierte Schlenkerpuppen hüpfen die Tänzer durch den Raum. Dabei atmen sie tief, so tief, als wollten sie die Außenwelt in sich aufnehmen. Sie beginnen sich rhythmisch zu schütteln, immer heftiger, werfen die Gliedmaßen in alle Richtungen. Sie drehen sich mit lang gestreckten Beinen und hoch gerissenen Armen in asymmetrischen Figuren: Schlenkerpuppen wie an...
Der 25-jährige Slowene ist einer der Neuen im Tanztheater Wuppertal. Schwarze Augen im weichen Gesicht; die Haartolle sendet in alle Richtungen. Sein Initialerlebnis im Tanz? Der Lambada der Cousine im Kaninchenkostüm. Nach kreativem Kindertanz folgten Gesellschaftstanz, Hip-Hop, Stepptanz, Jazztanz, eine Schule für zeitgenössischen Tanz. P.A.R.T.S. in Brüssel...
