neubau: staatliche ballettschule berlin

Tanz - Logo

Ein «Ein Haus mit Schwung» nennt der künstlerische Leiter Gregor Seyffert ­den Neubau der Staatlichen Ballettschule Berlin, eine Hinterlassenschaft aus der Zeit der DDR, die das Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner so ummantelt und überformt hat, dass daraus ein grandioser Gebäudekomplex entstanden ist, ohne alle Hermetik. Einladend öffnet sich das schneeweiße Haus zum Park.

Riesige Fenster lassen das Statische und Trennende drinnen und draußen verschwinden: Hier spiegelt sich für Schulleiter Ralf Stabel die Philosophie der Schule wider: «Der Unterricht soll für jeden transparent sein. Die Kinder müssen wissen, welche Leistungsanforderungen an sie gestellt und warum sie wie bewertet werden.»

Man bleibt nicht unbeeindruckt von der Beschwingtheit des Gebäudes. Seine lichte Höhe lässt im ­Foyer immer wieder den Blick schweifen. Es wurde an nichts gespart. ­Rund 24 Millionen hat sich Berlin den Umbau kosten lassen. Finanziert wurde er zu 90 Prozent mit Mitteln, die vom ­Bund, den Ländern und der EU als «Gemeinschaftsaufgabe zur ­Verbesse­rung der regionalen Wirtschaftsstruktur» deklariert wurden: eine Investition, die nicht nur das Land Berlin entlastet, sondern auch die ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2011
Rubrik: praxis, Seite 73
von Hartmut Regitz

Weitere Beiträge
basel: guilherme botelho «sideways rain»

Hier ist nichts mehr so, wie es bisher war. In Guilherme Botelhos 18. Stück seit 1994 ist die Bühne nackt, sind die Tänzer seiner Kompanie Alias anonym und die Gesten alles andere als alltäglich. Hier stehen keine Möbel mehr herum, niemand ruft länger mit etwas Wasser auf glitschigem Boden ein Schwimmbad ins Leben, und keiner verzappelt sich noch, weil seine...

danke

lieber «Tanzplan Deutschland». Vor fünf Jahren gegründet, wird er am 5. Februar mit einer Party in den Berliner Uferstudios verab­schiedet. Bei der Geburt, so die Projektleiterin Madeline Ritter, wollte man gern auch ein bisschen in die Zukunft gucken. Hätte damals nur einer gedacht, dass der unscharfe Begriff des zeitgenössischen Tanzes sich fünf Jahre später in...

unmündig...

Es gibt kein Theater, keine Performance, keine Tanzvorstellung ohne Zuschauer. Trotzdem ist dem Theater der Zuschauer als bloßer Zuschauer nie genug. Er soll mehr sein, soll ein Verstehender, ein Mitspieler, ein Kollaborateur werden. Jacques Rancière – französischer Philosoph der Ästhetik und Politik – beschäftigt sich in seinem Werk «Der emanzipierte Zuschauer»...