Life after Merce
What next? «Wir werden versuchen, dieses Werk auf jede uns mögliche Weise am Leben zu erhalten», sagt Robert Swinston, langjähriger Tänzer der Merce Cunningham Dance Company (MCDC), rechte Hand des Choreografen und einer von vier Treuhändern des Cunningham Trust. «Wir werden keine neuen Stücke mehr haben, aber was wir haben, wird bewahrt. Wir nehmen etwa fünfzig von Merces wichtigsten Werken und organisieren sie in ‹dance capsules›.
Sie enthalten spezifische Notizen für jedes der Stücke, Videos oder DVDs, die Musik, Angaben zu Beleuchtung, Ausstattung und sämtliche anderen Informationen für die jeweilige Arbeit. Wenn sie dann lizenziert oder rekonstruiert werden sollen, muss man nicht erst lange nach Details graben.» Das klingt schön, aber festhalten lässt sich Tanz auch so nicht. Beschreibung reicht nicht aus, um seine Wirkung zu erklären. Fotos isolieren Posen, und selbst Film und Video können nie alle Blickwinkel einnehmen – gerade das ist wichtig bei der multifokalen Arbeit Cunninghams. Darüber hinaus verflachen sie die Bewegung. Veränderung, Wandel, sind zentrale Begriffe in seinem Werk – wie viele Stücke sind unter dem Einfluss des «I Ging» entstanden, das übersetzt «Buch des ...
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Klar, Vladimir Malakhov hat etwas zu sagen, und seine beiden Schüler scheinen davon auch zu profitieren. Drei Szenen hat der Intendant des Staatsballetts Berlin jeweils für seine in Japan produzierten «Master Lessons» ausgewählt, um die beiden Youngsters vom Tokyo Ballet nicht zu überfordern – und da das Coaching auf Englisch geschieht (mit einer ganz und gar nicht...
Manche Geburtstage haben es in sich. Am 6. Juni wurde Valentina Savina siebzig, und das Staatsballett Berlin würdigte seine Chefballettmeisterin zu mitternächtlicher Stunde mit einem «Happy Birthday», gesungen in 32 Sprachen. Dass der Jubel-Akt nach einer «Onegin»-Aufführung nicht auf der Bühne stattfand, sondern im Kasino der Staatsoper, ließ sich noch irgendwie...
Was braucht sich einer mit einer Bombe am Leib noch zu schminken? Vor dem Allmächtigen, so haben wir gelernt zu glauben, zählt derlei ohnehin nicht. Da werde nicht nach Nasen- oder Körperform unterschieden, nach Hautfarbe ohnehin nicht, sondern nur: nach Taten. «Wenn alle Dinge gleich wären» – Boyzie Cekwana stellt es sich vor, während er sich das Make-up auflegt....
