Valentina Savina
Manche Geburtstage haben es in sich. Am 6. Juni wurde Valentina Savina siebzig, und das Staatsballett Berlin würdigte seine Chefballettmeisterin zu mitternächtlicher Stunde mit einem «Happy Birthday», gesungen in 32 Sprachen. Dass der Jubel-Akt nach einer «Onegin»-Aufführung nicht auf der Bühne stattfand, sondern im Kasino der Staatsoper, ließ sich noch irgendwie begründen. In Erklärungsnot geriet Ballettintendant Vladimir Malakhov erst später.
Gefeiert wurde danach auf einer privaten Geburtstagsparty im Schlosshotel in Grunewald.
Malakhov stimmte nicht nur das Loblied auf eine Pädagogin an, die sein Ballettleben um fünf Jahre verlängert habe, sondern sang zusammen mit seiner Mama ukrainische Liebeslieder. Valentina Savina war selig. Sie konnte nicht ahnen, dass sich der Intendant seine eigentliche Geburtstagsüberraschung für später aufgehoben hatte: das Ende ihrer Gemeinsamkeit.
Im Auftrag seines Intendanten überreichte ihr der Geschäftsführende Direktor Georg Vierthaler einen Brief mit der Mitteilung, dass ihr Kontrakt (wie der ihres Ehemanns Alexander Chelnitzky) nicht über den 31. Juli 2010 hinaus verlängert werde.
Malakhov setzte am Ende vor versammelter Gemeinde noch eins ...
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