Knochenarbeit

Tanz mit und ohne Eis: Wer schaut hier eigentlich von wem ab?

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Erst vor etwa viertausend Jahren haben sich die Menschen mit schlittschuhähnlichen Geräten aufs Eis gewagt. Es hat lange gedauert, bis sich  aus den zunächst aus Knochen hergestellten Kufen unsere heutigen Eisenkufen entwickelten. Der Tanz ist zwar älter als der Eistanz, aber der Schlittschuh ist um einige tausend Jahre älter als der Spitzenschuh. Aber wer weiß: Vielleicht werden eines Tages prähistorische Spitzenschuhkappen aus Knochen gefunden.

Die Nähe der beiden Disziplinen wurde der einen wie der anderen schlecht angerechnet.

Bei den Olympischen Winterspielen ist der Eistanz als Unterform des Eiskunstlaufs registriert und gilt als dem freien künstlerischen Ausdruck gewidmete, weniger auf akrobatische Höhepunkte ausgerichtete Sportart. Das macht es mitunter schwer, die Grenze zwischen der objektiven Bewertbarkeit einer Leistung und dem reinen Geschmacksurteil zu ziehen – eine Lage, in der Punktrichter sich nicht gern befinden. Choreografen hingegen, die Pas de deux mit zu sportlichen Hebungen und zu akrobatischen Schwierigkeiten auffüllen und dabei zu wenig Wert auf die semantischen Aspekte des Paartanzes legen, werfen Kritiker schnell verächtlich vor, das sei doch Eiskunstlauf. ...

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Tanz Dezember 2007
Rubrik: Eistanz, Seite 16
von Wiebke Hüster

Vergriffen
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