jugendballett: john neumeier...
...und sein Hamburg Ballett werden im Sommer eine achtköpfige Juniorkompanie anschieben, die sich der Bund binnen vier Jahren 2,8 Millionen Euro kosten lässt. Sage noch einer, im Tanz gebe es keine cleveren Lobbyarbeiter: «Bundesjugendballett» heißt das Gebilde, das acht Tänzer zwischen 18 und 23 Jahren versammelt, die mit eigenem Repertoire auf Tournee gehen, vor allem aber an Spielorten jenseits des Theaters – «Schulen, Museen, Altersheime oder sogar Gefängnisse» – tanzen sollen. «Ein wichtiger sozialer Aspekt», heißt es.
Neumeier hatte die Idee einer Youngster-Truppe zwei Jahrzehnte lang durch alle Politkanäle der Hansestadt navigiert, ehe ein CDU-Bundesparlamentarier bei der Kursänderung in Richtung Hauptstadt behilflich war. Womit aus dem Hamburger ein Berliner Projekt wurde, was ein paar Grundsatzfragen aufwirft. Martin Eifler, der zuständige Referatsleiter beim Bundesbeauftragen für Kultur und Medien, sieht das Vorhaben als «Spitzenförderung im Bereich des Tanzes für den bundesweiten Nachwuchs». Heißt im Klartext: Alle deutschen Hochschulen sollen das Ensemble bestücken, seine Vorsteher eben deshalb für choreografische Vielseitigkeit und Exzellenz sorgen – darum fließe ...
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Tanz Mai 2011
Rubrik: menschen, Seite 28
von Dorion Weickmann
...dass Sie im Stuttgarter Ballett, Nederlands Dans Theater (NDT), American Ballet Theatre und Ballett Frankfurt getanzt haben, weiß man vielleicht. Weniger bekannt sind die Gründe, weswegen Sie sich von der Bühne zurückgezogen haben.
Es sind hauptsächlich private Gründe, die mich zum Abschied bewogen haben. Das Ende des Balletts Frankfurt und die Neugründung...
...ist in Europa immer noch ein Geheimtipp. Die Israelin ist seit 2005 Hauschoreografin der Batsheva Dance Company, und ihren Satelliten in unseren Breiten hat sie ausgerechnet im norwegischen Bergen gefunden, in Carte Blanche, der Kompanie des skandinavischen Landes für zeitgenössischen Tanz. Die bringt jetzt wieder ein Stück Sharon Eyals zur Uraufführung –...
...der Tanztheaterchef im westfälischen Münster, macht sich Sorgen: «Wenn ich sehe, wie die Städte bei uns mit dem Tanz umgehen, fürchte ich um seine Zukunft in Deutschland. Alle sprechen nur noch über Quoten und Auslastung, aber nicht über künstlerische Linien.»
Der Argentinier weiß, was er sagt. Im vergangenen Jahr verzichtete er auf Unkündbarkeit nach 15...
