joseph bunn
Joseph Bunn hat Leukämie. Er ist Tänzer und will es auch bleiben. Aber das Wichtigste ist jetzt, dass er gesund wird. Er spricht offen darüber, er will anderen damit die Angst nehmen. Schon gar nicht will er sich unterkriegen lassen vom Krebs. Leicht ist das nicht.
Als wir durch die samstäglich-geschäftige Essener Fußgängerzone spazieren, ist Joseph Bunn der Trubel nicht unangenehm. «It makes me feel alive», sagt er. Als er im Februar für zweieinhalb Wochen aus dem Krankenhaus entlassen wurde, ging er sich zum ersten Mal den Düsseldorfer Karneval anschauen. Er mochte das.
Es fühlte sich lebendig an. Genauso erging es ihm mit Ben van Cauwenberghs «La vie en rose» am Essener Aalto-Ballett. Die leidenschaftliche Musik war so anders als das ewige Piepsen im Krankenhaus. Dreiundfünfzig Wochen hat er in der Klinik zu überstehen. Seit dem 10. Dezember 2014 muss sich der Tänzer statt nach Probenzeiten nach einem Behandlungsplan richten.
Im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, in dessen Ballettkompanie der Amerikaner Joseph Bunn seit 2012 tanzt, hatte man noch überlegt, wie mit der Krebsdiagnose kommunikationsmäßig umzugehen sei, da er selber sie schon auf Facebook postete. Allerdings ...
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Tanz April 2015
Rubrik: menschen, Seite 22
von Melanie Suchy
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