altenburg

silvana schröder «waiting room»

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Wer abheben will, muss erst einmal sicheren Boden unter seinen Füßen finden. Niemand weiß das besser als Silvana Schröder. Seit 2011 im Amt, hat sie mit zahlreichen Kreationen die Ausgangsbasis einer Erfolgsunternehmung geschaffen, die sich inzwischen mit dem Exzellenz-Titel Thüringer Staatsballett schmücken darf. Doch selbst der sichert die Existenz nur dauerhaft, wenn man bei seinen Höhenflügen die Zuschauer nicht gänzlich aus den Augen verliert.

Diesbezüglich besteht an den Bühnen der Stadt Gera wie am angeschlossenen Landestheater Altenburg offenbar wenig Gefahr: bei der Festwoche Ende Januar waren alle Vorstellungen so gut wie ausverkauft, und innerhalb weniger Tage zeigte sich das kleinste Staatsballett Deutschlands mit «KeimZeit» (tanz 1/15), «27» (tanz 2/13), «Cinderella» und «Schwarzer Schwan» (tanz 10/13) gleich in vier Großproduktionen, ohne dabei an erkennbare Leistungsgrenzen zu stoßen.

Ein Ballett wie «Waiting Room», im Juni letzten Jahres uraufgeführt, hätte da gut ins Bild gepasst. Denn auch hier versteigt sich Silvana Schröder nicht in irgendwelchen Wolkenkuckucksheimen, sondern beschäftigt sich stattdessen mit den kollektiven Erfahrungen ihres Publikums. Dass das ...

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Tanz April 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 32
von Hartmut Regitz

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