Jenseits

Florian von Ploetz lässt Tänzer die Wände hochgehen

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Die Räume sind eng, die Körper beinah schwerelos, was manche an Fred Astaires «Royal Wedding» erinnert, als der Meister noch die Wände hochtanzte. Bei Florian von Ploetz gehen die Tänzer eher die Wände hoch, mehr aus Platzangst, aber auch, weil man die Wände drehen und wenden kann, wie man will.

Diese Räume stehen nicht ganz so aufrecht, wie es die Kamera glauben macht – neigt den Blick!
1999 begann der Berliner Fotograf eine kleine Neuköllner Hinterhofwohnung für seine Inszenierung herzurichten, Tische an Wände zu nageln und Haken auf den Boden zu schrauben. Das Artistenduo Gala Nr. 4 machte den Anfang, Breaker folgten, und Florian von Ploetz hat immer noch Spaß daran, seine Illusion ein wenig unperfekt erscheinen zu lassen. Ihn interessiert mehr der Körper im Käfig der Inszenierung – und seine Kraft, den Raum zumindest potenziell zu sprengen.

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Tanz Dezember 2007
Rubrik: Jenseits, Seite 82
von

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