James oder la Syphilde
Wie viel Theater will Basel? Die Frage, Titel einer Podiumsdiskussion, ist nicht unberechtigt. Schließlich hat nach Recherchen der Neuen Zürcher Zeitung die Platzausnutzung aller Sparten in den ersten drei Monaten der laufenden Spielzeit «gesamthaft» nicht einmal fünfzig Prozent betragen, und das lässt vermuten, dass die Basler so viel Theater gar nicht wollen. Zumindest nicht alles Theater, das die Basler Bühnen ihnen bieten.
Ein Blick auf die Besucherstatistik der vergangenen Saison zeigt, wo der «dicke Hund» (NZZ) begraben liegt: Gerade mal sechzig Prozent Zuschauer haben sich durchschnittlich ins Große Haus eingefunden, fünfzig ins Kleine. Keine starken Argumente im Kampf gegen drohende Sparauflagen. Argumente allerdings, die selbst wiederum Ergebnis hausinterner Sparmaßnahmen sind.
Die Frage kann nicht lauten: Wie viel Theater will Basel? Die Frage müsste lauten: Was für ein Theater möchte das Publikum? Denn da ist die Antwort eindeutig: das Ballett. Keine Aufführung hat in Basel bessere Auslastungszahlen als der «Nussknacker» mit insgesamt 19641 zahlenden Zuschauern, sprich: 79,46 Prozent in der Spielzeit 2004/05. Davon können die Kollegen von Oper und Schauspiel nur ...
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