Ismael Ivo
Ismael Ivo gibt sich göttlich. Ein güldnes Sonnensymbol auf dem nackten Rücken, steigt er herunter aus seinem Olymp, und Lorbeerkranz gleich umwinden seine Hände das eigene Haupt: ein schwarzer Apoll, der sich aus der neobarocken Kuppel der Eingangshalle herablässt, um das neu eröffnete Berliner Bode-Museum nicht als ein «Apollon musagète» zu weihen, sondern als Allmächtiger. «Apollo und Hyacinth» heißt das lateinische Intermedium, das der 11-jährige Mozart 1767 komponiert hat.
Dem Titel zum Trotz erzählt es uns weniger vom Jüngling, der sich nach seinem Tod in die gleichnamige Blume verwandelt, als von dessen Schwester Melia, die sich der Gunst des Gottes erfreut. In den hohen Hallen verkörpert Bettina Bölkow, mit Yui Kawaguchi alternierend, die Königstochter mit nobler Allüre. Ismael Ivo und Oren Lazovski lassen dagegen ihrer Leidenschaft freien Lauf, wälzen sich entweder konvulsiv auf dem grasbedeckten Catwalk oder verbeißen sich in den einen rotbäckigen Apfel: eine symbolkräftige, letzten Endes eher skulpturale Szene, die an Fotos Robert Mapplethorpes erinnert, den Ivo auf die erwartete Weise zitiert – den aufgereckten Stengel der Hyazinthenblüte wie einen erigierten Penis so ...
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Trisha Brown, before founding The Trisha Brown Dance Company in 1970, you worked with the Judson Dance Theatre – a group of avant-garde artists who rejected the confines of modern dance, creating their own aesthetic that marked the world of dance of the 1960s. What is your instinctive reaction when revisiting the esoteric works that you created at the outset of...
«Alles Fliegen ist Erzeugen von Luftwiderstand, alle Flugarbeit ist Überwinden von Luftwiderstand.» Otto Lilienthals Zitat steht als Motto über dem Programm der jüngsten Performance einer Multifunktionskünstlerin, die sich offenbar gern an Widerständen abarbeitet. Die Physik ist ein Teil ihrer Kunst. Deshalb tritt sie gern in Räumen auf, die nicht Theater sind....
Eigentlich gibt er keine Interviews mehr. Auf Kritiker ist Johann Kresnik nicht gut zu sprechen. Ungeheuerlich sei das alles, «was ihr da schreibt», schimpft er und nimmt seine Gesprächspartnerin gleich mit ins Gebet. Deshalb lese er auch seit Jahren keine Kritiken mehr.
Ja, die Medien meinen es in jüngster Zeit besonders schlecht mit ihm. Und an den Bonner Bühnen,...
