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im dezember: tanzwettbewerbe
Sie sind natürlich ein Spiegel des Ökonomie. Nur die Besten gehören auf die Bühne. Jeder Sieger des «Prix de Lausanne» ist ein potenzieller Star. Die Welt könnte ganz in Ordnung sein, wenn es da nicht die Kuratoren gäbe, die keinen Respekt vor Jurys haben, und Tanzkünstler, die sich nicht im Traum einem Wettbewerb stellen würden. Welche großen Choreografen von einst und heute haben je einen Wettbewerb gewonnen? Wem also nützen Wettbewerbe? Nur ihren Ausrichtern? Insoo Lee gewann 2010 den dritten Preis bei «no ballet».
Hat es ihm genutzt?
im januar: judson church
Vor 50 Jahren revolutionierte in New York eine Gruppe von Tänzern die Idee dessen, was Tanz zu sein habe: ein mehr oder minder kulinarischer Bühnen-Event. Weil nun auch Straßen und andere öffentliche Orte zum Tanz gehören sollten, ebenso die Improvisation und das damals so genannte Happening, entzweite sich die Tanzszene radikal. Bis heute hält das an. In New York erinnern die Choreografin Elaine Summers und die Komponistin Pauline Oliveros an die Bedeutung, die dieser Aufbruch für sie und die Tanzwelt damals hatte.
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Tanz November 2011
Rubrik: , Seite 80
von
Dass Sie Tänzer waren, jahrelang an der Deutschen Staatsoper im damaligen Ostteil Berlins, ist bekannt. Sie waren so etwas wie ein Kinderstar. Auf eigenen Wunsch? Oder auf Druck der Eltern?
Weder noch. Die Zeiten waren damals anders und die Eltern froh, wenn sie ihre Kinder nicht auf der Straße wussten. Alles war zerbombt. Riesengroße Bunker standen überall: Das...
Polina heißt die Kleine nicht ohne Absicht. Bastien Vivès, wiewohl mit einer Tänzerin befreundet, hatte Polina Semionova auf YouTube in einem Grönemeyer-Clip entdeckt – und war von ihrer Linie, Klarheit und Ausstrahlung so beeindruckt, dass er einen Ballettcomic ohne Beschönigung hinbekommen hat. Keine Kitschaugen wie in einem Manga. Nichts Niedliches à la...
«Empört euch», schrieb Stéphane Hessel, Held der Résistance und derzeit das soziale und politische Gewissen Frankreichs. Unermüdlich ist er dabei, Ungerechtigkeiten und Missstände aller Art anzuprangern. François Verrets neues Stück liest sich wie eine choreografische Umsetzung von Hessels Brandschrift. So engagiert, so virulent, auch so vorhersehbar. Die Figuren...
