igor zelensky

Gut zwei Jahre noch, dann wird er von Moskau nach München ziehen, um das Bayerische Staatsballett zu leiten. Auf dem Chefsessel alles andere als ein Debütant, hat der Mann eiserne Prinzipien. Das passt zum Bayernland

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Igor Zelensky ist ein ungewöhnlicher Tänzer, einer jener seltenen Machos im russischen Ballett, die ansonsten eher unter Lateinamerikanern zu finden sind. Sein Name – Igor – klingt altfürstlich und ritterlich, und wer so heißt, dem ist gemeinhin die gezierte Galanterie à la Versailles fremd. Tatsächlich verbindet sich in Zelenskys Kunst eine ausgesprochen männliche Note mit absoluter Beherrschung des klassischen Tanzes. Eine zurückhaltende Emotionalität ist ihr ebenso eigen wie ein rationaler Geist und professionelle Funktionalität.

«Das Wichtigste im Leben ist es, die richtige Anwendung für die eigenen Kräfte zu finden», hat Zelensky in verschiedenen Interviews betont. Genau das war und ist ihm bisher vergönnt – und der entsprechende Ehrgeiz wird gewiss auch seinen Wechsel nach Deutschland überdauern, wo er 2016 als Nachfolger von Ivan Liška an die Spitze des Bayerischen Staatsballetts rückt (tanz 1/14). Noch aber ist Zelensky in Moskau und Nowosibirsk tätig, steht gleichzeitig den Ballettensembles des Stanislawski und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheaters und der Staatsoper der drittgrößten russischen Metropole vor. Beide Kompanien – die eine hundert, die andere siebzig Köpfe ...

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Tanz April 2014
Rubrik: menschen, Seite 12
von Violeta Mainiece

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