Gerald Siegmund
Am Anfang steht die Frage nach dem, was der Tanz in Deutschland am Dringendsten braucht.
Produktionsmöglichkeiten und Ausbildungsmaßnahmen für junge Choreografen? Ein Nachdenken über Tanz in unserer veränderten Mediengesellschaft? Ein neues und sachkundiges Publikum, das mit Tanz in seinen verschiedenen Ausprägungen schon von Kindesbeinen an vertraut ist? Möglichkeiten für Tänzer, erste Schritte in einer Kompanie machen zu können? Eine andere Art der Vermittlung von Tanz in der Öffentlichkeit? Eine größere Sichtbarkeit dessen, was es schon an Produktionen gibt?
Ein zentrales Kriterium, die eingereichten Projekte, die auf diese Fragen eine, keine oder gar mehrere Antworten hatten, zu beurteilen, war stets das der Nachhaltigkeit. Wird sich aufgrund des eingereichten Projekts in den Städten und Regionen etwas verändern? Bleibt von den Maßnahmen nach den fünf Förderjahren eine tragfähige Struktur zurück, die auch weiterhin Bestand hat, die sich weiterentwickeln kann? Wen erreichen die Projekte in der Stadt? Wie wirken sie in die Region hinein? Werden wirklich Strukturen z. B. für Schulprojekte gelegt, wird eine Veränderung der Lehrpläne angestrebt, oder bleibt das Engagement eher ...
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«Er ist einmalig», meint der ehemalige Ballettmeister und Direktor der John Cranko-Schule, Alex Ursuliak: «Er hat einen Sprung – wie Juri Solowjew einst. Er hat Beine wie kein anderer, beinahe weiblich schön. Er hat einen unglaublich geschmeidigen Körper, noch ganz jung in seiner Form, und ein Gesicht mit dem gewissen Etwas, so wie man es von Vaslav Nijinsky kennt:...
Die Gleichwichtigkeit der Nachrichten verkündet täglich das Ungleichgewicht der Welt. Was hat da der Tanz zu suchen? Sicher, Tanz ist die älteste Geste der Versöhnung, überall auf der Welt. Versöhnung mit sich, den Göttern und den Gästen. Das war immer schon so. Frank Weigand fuhr ins Westjordanland und nach Israel: Versöhnung? Trotz Road Map: die Zeiten des «Schon...
Es gab mindestens drei Tänzerinnen, die im Kino zu Weltruhm kamen. Die berühmteste war die tänzerisch schwächste: Audrey Hepburn. Cyd Charisse blieb nur die anmutige Zierde der MGM-Musicals. Doch Moira Shearer, die am 17. Januar 1926 in Dunfermline/Fifeshire als Norma King geborene, tizianrothaarige Tochter eines schottischen Bergbauingenieurs, war auch der Stolz...
