Georg Reischl
Ah, das gibt es auch noch und von welcher Klug- und Schönheit: Reischl hat für sechs Tänzer ein Ballett kreiert mit dem Titel «Die Suche nach dem Kleid», das freilich sein Engagement bei Forsythe nicht verleugnet, gleichwohl aber eigenständige Merkmale zeigt. Mit großer Sicherheit nutzt er klassisches Körper- und Musikmaterial und webt dennoch Spuren von Erzählerischem ein: Zeitgenossenschaft im besten Sinne, altes Gut neu aufgemischt.
Der 1974 geborene Salzburger, in der Forsythe Company beschäftigte Tänzer, war bereits vor einigen Jahren Gast: als Choreograf im damals von Liz King geleiteten Volksopernballett in Wien. Mit dem Stück «Die Suche nach dem Kleid», das im Juni die letzte Premiere der St. Pöltener abcdancecompany bestimmte, schrieb er sich in die Liste jener neugierig machenden Choreografen ein, denen Konzept-Tanz vertraut und die tänzerische Komponente (wieder) so interessant scheint, dass diese in den Vordergrund drängt.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
I think it is no exaggeration to say that Sebastian Michanek managed to surprise even those who know him with his excellent performance as Peer Gynt in John Neumeier’s ballet of the same name. Peer is one of the most difficult male roles in ballet, placing extreme demands on the dancer’s technique, acting skills, presence and sheer endurance and it is not the most...
Sachsen und Tanz ... lange her. Offenbar ist der Rand jetzt wieder dran. In Leipzig kriegt die alte Tante euro-scene Unterstützung, und Knut Geißler muss endlich! nicht mehr allein ins MANöVER ziehen. Blickrichtung: «Westend», ein bis dato unterschätztes Quartier, dessen frischer Kultstatus, zwischen Schaubühne im Lindenfels, LOFFT und Baumwollspinnerei Kuratorin...
«Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun. Ich bin ein Prophet!», ruft der Blinde. Die Fee im weißen Brautkleid verwandelt sich in Hund, Rabe und Katze. Sie kann sich auch auf Porzellanscherben räkeln. Sie stellt metaphorische Fragen, die an Grimms Märchen erinnern und führt uns durch den Film. Auch andere «Warriors Of Beauty» kehren regelmäßig ins...
