Geometrie der Liebe
Pasolini nennt ihn einfach einen «Besucher». Bei Silvana Schröder steht «der Fremde» zugleich auch für «das Fremde»: ein Engel, den möglicherweise der Himmel schickt, ein Katalysator vielleicht wie einst bei Cranko, der durch seine Existenz alles verändert, erklärtermaßen aber das Fremde, durch das sich das Stück fokussiert. Irgendwann erscheint Mario Perricone, einen weißen Steg durchs Publikum betretend.
Irgendwann verliert er sich auch wieder unter der Menge, und nichts ist danach mehr das, was es einmal war: Zurück bleibt nicht allein Elena, die in dem Open-Air-Ballett «Eine Hand voll Leben!» als Einzige einen Namen trägt. Zurück bleibt auch ein Ensemble, das sich gleichermaßen gewandelt zeigt und am Ende tänzerisch auftrumpft wie selten.
Weit davon entfernt, einem Film wie «Teorema» einfach zu folgen, erahnt der Zuschauer auf dem Greifswalder Markt etwas von der «Geometrie der Liebe». Denn kurz bevor der, d. h. das Fremde einbricht in das abendfüllende Ballett, wirkt dessen Erscheinungsbild verhältnismäßig uniform: kein Schritt konträr. Symmetrisch aller Tanz. Ein Rudelverhalten, das anfangs noch fast etwas Revuehaftes hat. Dass Elena abseits steht, merkt das Publikum erst mit ...
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For nearly 30 years, Marie Chouinard’s reputation has soared with dance and performance works that shock and amaze. Looking at photos of her choreography, if perhaps you have never seen the staged dance work, it’s possible to have the impression that you are looking at sculptures, at a kind of crystallization of the gestures.
“Crystallization” also happens to be...
Over the last century dance has traveled from continent to continent, shifting its focal points of creativity and intensity. Historically, the fluctuating cartography situates long traditions in Berlin, Paris, and London. In the mid-1980s rejuvenation occurred in places like Brussels, Ljubljana, Barcelona, and Montéal. Guy Cools, the former dance programmer and...
Die Bühne ist ein schmaler Streifen zwischen zweimal drei Sitzreihen, mit einem Podium an einem Ende und einer Projektionsleinwand dahinter. Auf der schweben, zunächst, gemächlich Stühle durch die Luft. Später sind dort, zwischen hohen, hellen Wänden und an einem sandigen Strand, jene drei jungen Männer – Anton Skrzypiciel, Nicola Carofiglio, Bruno Heynderickx – in...
