genf: mandafounis, mazliah, zarhy «cover up»
Die drei Scherzkekse kommen unscheinbar daher: Sie tragen helle Stoffhose und T-Shirt, die wirken gräulich im fahlen Licht. Sie klettern behende aufeinander, bilden einen Körperturm wie die Bremer Stadtmusikanten, der einen Lidschlag später umfällt. Sie schreiten und tippeln über den weichen Flokatiteppich, der die Geräusche ihrer Schritte schluckt. Erst als Fabrice Mazliah ans Lichtpult neben der Spielfläche tritt, strahlen die Farben der Shirts auf: May Zarhy trägt Rot, Mazliah Grün, Ioannis Mandafounis Blau.
In ihrem neuen Stück «Cover Up» – Premiere war im Frankfurt LAB – untersuchen die Tänzer Strategien des Verdeckens: Fassaden, Abschattungen, Tarnungsmanöver. Ihre Spielfläche besteht aus besagtem weißem Flokati und einer weißen Wand, eine flauschige Variation des white cube in der Black Box. Kennengelernt haben sich die drei bei der Forsythe Company. Nun entwickeln sie eine eigene choreografische Sprache, die sich durch Bewegungsminimalismus, das Auffächern von Wahrnehmungsebenen und einen feinen Humor auszeichnet.
Ihr erstes Stück «Zero» (2009) erprobte Möglichkeiten, Ursache und Wirkung zu entkoppeln, um keinen Sinn zu stiften, sondern Freiraum zu schaffen für die ...
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Tanz April 2011
Rubrik: kalender, Seite 49
von Esther Boldt
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