Fumiko Ikeda, Tim Etchells: «in pieces»
Vorstellen muss man sie nicht mehr: Fumiyo Ikeda kennt, wer Rosas kennt. Die Japanerin war fast von Anfang an ein starker Aktivposten in Anne Teresa De Keersmaekers Kompanie. 2007 tat sie sich mit Benjamin Verdonck und Alain Platel zu einem eigenen Stück zusammen, in dem sie und Verdonck die furchtbaren Erlebnisse von afrikanischen Kindersoldaten verkörperten. Jetzt kam Ikedas «in pieces» in Brüssel heraus – ein Solo mit Sparringspartner Tim Etchells von Forced Entertainment. Der Gegenstand ist Ikeda selbst, sind die umwerfend unterschiedlichen Facetten ihrer Persönlichkeit.
Am Anfang von «in pieces» ist Erinnerung. Aber der fertige Abend zeigt nichts von Fumiyo Ikedas Vergangenheit. Anders als ein Portrait es nahelegt, sind Erinnerungen unzählig und voller Ungereimtheiten. Vom Kramen im Gedächtnis nach dem verlegten Schlüssel zu den Eckdaten von Weltkriegen, die man in der Schule gelernt hat: Die Summe all dieser kleinen und größeren Stückchen macht uns aus. Um ihrer habhaft zu werden, kann man zum Beispiel Listen schreiben … «in pieces» ist voll davon.
Es beginnt mit kleinen Choreografien zu ebenso kurzen Musikfragmenten aus György Ligetis Streichquartett «Métamorphoses ...
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