Die Jury Benois de la Danse
Die Jury des Benois de la Danse hat sich Zeit gelassen und den Ballett-Oscar erst nach der Veranstaltung vergeben, die dieses Jahr in Vicenza stattfand. Salomonisch das Urteil, das diesmal in jeder Sparte zwei Preisträger präsentiert. So in der Kategorie «Choreografen» mit Wayne McGregor für «Infra» (Royal Ballet London) und José Martinez für «Les Enfants du paradis» (Opéra de Paris). Es sind Kandidaten, die zwar auf klassischer Basis arbeiten, aber unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen.
Dass Natalia Osipova als «Ballerina» einen Benois verdient, kommt nicht unerwartet. Als Einzige wurde die quicklebendige Bolshoi-Ballerina gleich für vier Partien nominiert – ein Beweis dafür, dass die Moskowiterin nicht nur als Kitri (in «Don Q.») ihrem Publikum den Kopf verdreht. Die Bandbreite ihres Könnens reicht von einer romantischen Rolle in «Giselle» und «Sylphide» über die Medora im Petipa-Klassiker «Le Corsaire» bis hin zu einem Sowjet-ballett à la «Die Flamme von Paris». Mit ihr ausgezeichnet wurde Kirsty Martin als «Manon» des Australian Ballet. Da muss ihr Direktor als Jury-Mitglied wohl ganze Arbeit geleistet haben.
Weniger spektakulär die Entscheidung bei den «Tänzern». Ivan ...
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Soft Cut
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