frankreich: harold rhéaume, yvann alexandre «jumeaux»

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Sie kannten sich nicht, die Kompanie von Harold Rhéaume, Le Fils d’Adrien aus Québec, und Yvann Alexandres Truppe aus dem Loire-Tal bei Nantes. Gemeinsam entwarfen sie in Montréal ihr Triptychon «Jumeaux», legten ihre Arbeit zusammen, um Möglichkeiten auszuloten, auch künftig miteinander zu arbeiten. Jeder Choreograf zeigte sein eigenes Werk, am Ende gab es die gemeinsame Frucht.

«L’autre» von Rhéaume eröffnet in Abendstimmung. Jeder Tänzer ist in schmalen Lichtkreisen isoliert.

Sie bewegen sich schattenhaft, nah am Boden, geduckt, rollend, kreiselnd, die ausgestellten Beine nachschleifend; die Arme scheinen zuweilen wie um Hilfe zu bitten. Allmählich gewinnt die Figur einer Frau Kontur und löst sich aus dem Schatten. Hinter ihr herrscht seltsam mattes Licht; es scheint, als würden die Tänzer im Hintergrund schweben. Erzeugt wird der Effekt durch das Lichtdesign von Lucie Bazzo. Die Haut aus Licht, mit der sie die Frau von den anderen trennt, zeichnet die Gedanken der Frau. Rhéaume choreografiert das sehr selbstsicher, ohne choreografischen Effekt, verzichtet auf große Gesten, kühne Schwünge oder kraftvolle Bewegungen.

Denn das erledigt der Franzose Alexandre, der seine Tänzer in ...

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Tanz März 2011
Rubrik: kalender, Seite 46
von Philip Szporer

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